Wasilewski-Elf muss nachlegen

Sprockhövel..  Endlich hat es auch einmal auswärts geklappt. Der 1:0-Sieg gegen den ASC Dortmund sollte bei den Oberliga-Fußballern der TSG Sprockhövel für Rückenwind gesorgt haben. Doch jetzt müssen sie nachlegen. Am Sonntag kommt der VfB Hüls in den Baumhof - und das ist im Kampf gegen den Abstieg ein unmittelbarer Konkurrent.

Zwar hat am Ostermontag auch der Tabellenvorletzte Westfalia Herne wieder gewonnen, doch die Sprockhöveler haben inzwischen den Anschluss an das untere Mittelfeld hergestellt. Vier Mannschaften sind momentan in Schlagdistanz. Die TSG steht mit 24 Punkten aktuell auf dem drittletzten Platz. Doch davor knubbelt es sich. Der SuS Neuenkirchen hat 25 Zähler, und die Hammer SpVg, der ASC Dortmund und auch der VfB Hüls jeweils 26. Wenn es am Sonntag richtig gut läuft, könnte die TSG also einen Sprung nach vorne machen.

Doch Hüls muss erst einmal geschlagen werden. In der Hinrunde haben die Sprockhöveler das nicht geschafft. Zwar gingen sie durch Christopher Antwi-Adjej mit 1:0 in Führung, doch dann schlugen die Gastgeber in schneller Folge viermal zu. Vincenzo Porrello gelang danach nur noch der Anschlusstreffer zum 2:4.

Doch dieses Spiel interessiert Robert Wasilewski (Foto) nicht mehr allzu sehr. Er konzentriert sich jetzt auf die kommende Aufgabe und setzt darauf, dass seine Mannschaft ähnlich engagiert zu Werke geht wie zuletzt in Dortmund. Denn bei ihrem 1:0 gegen den ASC haben die Spieler gezeigt, dass sie verstanden haben, worum es geht. Abstiegskampf ist halt in erster Linie Kampf.

„Wer das nicht kapiert, der wird es bei mir schwer haben“, sagt Wasilewski. „Doch die Jungs haben zuletzt ja aufopferungsvoll gekämpft – und zwar alle.“

Gut getan hat den Sprockhövelern sicherlich die Rückkehr von Christian Kalina, der in der Lage ist, in Zusammenarbeit mit Raoul Meister eine Abwehr zu organisieren. Und gut getan hat der TSG auch die Änderung in der Offensive. Denn in Dortmund boten die Sprockhöveler zwei Spitzten auf - Simon Bukowski und Max Claus. „Ich wollte den Gegner auch ein bisschen überraschen“, gibt Wasilewski zu. „Es hat sich ja rumgesprochen, dass wir manchmal ohne echten Stürmer spielen oder nur mit einem. Dass es dann schon in der ersten Minute mit dem Tor klappen würde, hatte ich natürlich auch nicht gedacht. Aber wir schießen unsere Tore ja zu ungewöhnlichen Zeitpunkten - entweder ganz früh oder erst ganz spät in der Nachspielzeit.“