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Wagner erst um Rangliste, dann EM

30.06.2010 | 17:53 Uhr
Wagner erst um Rangliste, dann EM
Florian Wagner.

Schwelm/Hagen.In dieser Woche hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die ersten Athleten für die Olympischen Jugend-Sommerspiele berufen. Erwartungsgemäß mit dabei ist das Schwelmer Tischtennis-Talent Florian Wagner. Er reist also mit der Jugend-Olympiamannschaft nach Singapur, wo die Spiele vom 14. bis 26. August stattfinden werden.

Zunächst aber konzentriert sich Wagner in diesen Tagen auf den Start bei den 53. Jugend-Europameisterschaften vom 16. bis 25. Juli in Istanbul. Zwei Vorbereitungslehrgänge in Düsseldorf und zuletzt in Zagreb liegen bereits hinter dem 16-Jährigen. Doch bevor sich der Zweitligaspieler von Borussia Dortmund am nächsten Mittwoch den letzten Feinschliff in der Landeshauptstadt holt, steht an diesem Sonntag das Westdeutsche Ranglistenqualifikationsturnier der Herren in Hagen auf dem Programm.

Insgesamt 24 Spieler nehmen in drei Gruppen an der Ausscheidungsveranstaltung teil und ermitteln sieben weitere Teilnehmer am Ranglistenfinale, das am 3. Oktober in Türnich-Brüggen durchgeführt wird. Neben den ersten Beiden jeder Gruppe qualifiziert sich zudem der in der deutschen Computerrangliste beste Dritte. „Die Konkurrenz ist stark“, weiß auch Wagner bei einem Blick auf seine Gegner. Gleich zu Beginn trifft der Schwelmer auf Axel Fischer vom Zweitliga-Konkurrenten TTC Jülich. Es folgt der Vergleich mit seinem zukünftigen Mannschaftskollegen Vu Tran Le, mit dem Wagner Tür an Tür im Deutschen Tischtennis-Internat in Düsseldorf lebt und tagtäglich trainiert.

Als Favorit in Wagners Gruppe gilt Siawash Golshahi, der zum Aufsteiger in die 2. Bundesliga, 1. FC Köln, wechselte. Thomas Brosig (TTC Hagen), Christian Wipper (DJK Rhenania Kleve), Alexander Döweling (TTC BR Schaephuysen) und Uwe Witte (TTC GW Bad Hamm) heißen die weiteren Gegner.

Mit einer Prognose hält sich Florian Wagner bedeckt. „Ich möchte mein bestes Tischtennis zeigen. Mal schauen, welcher Platz dann am Ende herausspringt.“ Im Hinblick auf die Jugend-Europameisterschaften sei das Turnier eine „gute Vorbereitung, um weitere Wettkampfpraxis zu ­erlangen“.

Marco Steinbrenner

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