Von Bahrain über Kairo nach Rahden
19.02.2010 | 17:50 Uhr 2010-02-19T17:50:00+0100
S c h w e l m. Die gesamte nationale Tischtennis-NachwuchsElite ist beim Top 12-Bundesranglistenfinale im westfälischen Rahden am Start. Heute und Morgen messen sich die stärksten U18-Spieler aus Deutschland. Mit dabei auch der Schwelmer Zweitligaspieler Florian Wagner.
Lediglich Europe-Top 10-Sieger Patrick Franziska (TG Hanau) wird fehlen. „Eigentlich bin ich ganz gut in Form”, erzählt Florian Wagner, der für Borussia Dortmund an die Platte tritt. Er blickt dem ersten Höhepunkt im Jahr 2010 optimistisch entgegen. „Ich habe ein gutes Gefühl und möchte zwischen Platz vier und sechs landen.”
Eine spezielle Vorbereitung war auf Grund der stressigen letzten beiden Wochen nicht möglich. „In den vergangenen Tagen stand Regeneration auf dem Programm”, erzählt der gerade 16-Jährige. Denn: Beim Olympia-Qualifikationsturnier in Bahrain und den Internationalen Meisterschaften von Ägypten in Kairo hatte Wagner viel Kraft gelassen. „Deshalb lasse ich mich auch überraschen, wie Florian diese beiden Turniere verkraftet hat", so Jungen-Bundestrainer Georg Imhof.
Die Qualifikation zu den ersten Olympischen Jugend-Spielen, die im August in Singapur stattfinden werden, verpasste Florian Wagner als Dritter zwar, unzufrieden war er mit seiner Leistung aber nicht. Auch in Kairo überzeugte der Düsseldorfer Internatsschüler und gewann in der Vorrunde sogar zwei Sätze mit 11:0. Das Aus kam letztlich im Viertelfinale. Wagner erläutert, warum: „Meine Beine wollten nicht mehr. Auch der Kopf war nach den sehr vielen Spielen leer.”
Vor dem Top 12-Turnier hat Florian Wagner seinen Akku jedoch wieder aufgeladen und will angreifen. Der Schwelmer ist einer der jüngsten Teilnehmer und hat nichts zu verlieren. „Ich versuche einfach mein bestes Tischtennis zu zeigen. Danach schaue ich, zu welcher Platzierung es am Ende reichen wird”, gibt sich Wagner völlig unverkampft.
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