Voerder Aufstiegsträume finden jähes Ende

Der FC Blau-Weiß Voerde erfüllte vor allem in der ersten Halbzeit nicht die Erwartungen und lieferte über weite Strecken ein schwaches Spiel ab.
Der FC Blau-Weiß Voerde erfüllte vor allem in der ersten Halbzeit nicht die Erwartungen und lieferte über weite Strecken ein schwaches Spiel ab.
Foto: Mustafa Balci

Ennepetal/Hagen..  Die Träume von BW Voerde in die Bezirksliga aufzusteigen fanden ein jähes Ende. Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel hatte Trainer Lars Möske ein perfektes Spiel gegen den SSV Hagen im Rückspiel gefordert. Davon war seine Mannschaft weit entfernt. Die Voerder mussten sich am Samstag auch in der zweiten Aufstiegspartie mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.

Die Blau-Weißen blieben im ersten Durchgang blass. Wer nach dem Rückstand aus Spiel eins einen Sturmlauf von ihnen erwartet hatte, wurde enttäuscht. Die Hagener nahmen in einer über weite Strecken schwachen Partie das Zepter in die Hand. Wenngleich es nur eine nennenswerte Chance nach den ersten zehn Minuten gab. Doch die hatte es in sich. An der rechten Strafraumecke steckte Michel Ferreira gegen zwei Verteidiger den Ball auf Enes Demir durch. Die Nummer Neun vom SSV schob den Ball aus kurzer Distanz vorbei an Michel Hakenberg ins kurze Eck.

Weder die Defensive noch der Torwart machten bei dem mit wenig Tempo vorgetragenen Hagener Angriff ein gute Figur, so dass die Gastgeber leichtes Spiel hatten. „Ich weiß nicht woran es liegt, aber wir verschlafen seit Wochen die erste Halbzeit“, sagte Möske. Mit der addierten zwei Tore-Führung aus Hin- und Rückspiel im Gepäck konnte sich die Hagener früh auf die Verteidigung konzentrieren. Häufig empfing der SSV die Voerder mit einer dicht gestaffelten Fünferkette vor dem eigenen Strafraum.

Wenig Spielwitz

Aus dem Spiel heraus fiel den Blau-Weißen nur wenig ein. Sie agierten über lange Bälle und brachten sich damit nur selten in eine aussichtsreiche Position. In Halbzeit eins blieb ein Kopfball, der knapp am Pfosten vorbei sprang, von Tobias Schipnik nach Flanke von Sinan Akbaba die größte Voerder Torgelegenheit.

Erst nach dem Wechsel begannen sie, etwas druckvoller zu spielen. Die Hereinstellung von Adnan Malanovic auf dem rechten Flügel belebte das Spiel der Möske-Elf zu Beginn der zweiten Halbzeit enorm. Nach zehn Minuten hatte der Voerder Stürmer zweimal die Chance auf den Ausgleich, blieb jedoch ohne Tor. In der 60. Minute spielte Malanovic dann Gaetano Salvo auf dem Flügel frei. Der Rechtsverteidiger bediente den ebenfalls eingewechselten Tim Tanberg, der aus Fünf-Meter-Torentfernung jedoch zu lange brauchte, um den Ball im Netz zu versenken. Sein Schuss wurde geblockt und die Voerder Angriffsbemühungen nahmen von dort an stetig ab.

Dafür kamen die Hagener vermehrt über Konter zu ihren Chancen. Es war dem Voerder Schlussmann Michel Hakenberg zu verdanken, dass die Mannschaft vom Tanneneck nicht schon früher uneinholbar zurück lag.

Doch das Aufbäumen der Voerder blieb aus. Am Ende kam es, wie es kommen musste: In der 90. Minute tankte sich erneut Ferreira auf der linken Seite durch, er fand den mitgelaufenen Furkan Ünal. Der traf zum entscheidenden 2:0. „Ich denke, wer aus zwei Spielen zwei Siege holt, hat es auch verdient aufzusteigen“, zollte Möske dem SSV Hagen großen Respekt. Seine Spieler, die eine Saison ohne Niederlage hinter sich gebracht hatten, taten ihm am Ende sehr leid. „Wenn du Meister wirst, dann hast du dir den Aufstieg durch die harte Arbeit aus einem Jahr eigentlich verdient. Es wäre schön gewesen, wenn wir und der SSV aufgestiegen wären“, gestand Möske, der anfügte: „Ich bin mir sicher, die Jungs werden in der kommenden Saison unter Marc Dülm gleich wieder angreifen.“