Voerde muss gegen Letzten zittern

Oliver Dörge (CVJM) setztt sich hier gegen HSG-Spieler Jens Wiegand durch.
Oliver Dörge (CVJM) setztt sich hier gegen HSG-Spieler Jens Wiegand durch.
Foto: Michael Scheuermann

Ennepe-Ruhr..  Es war knapp, aber am Ende zeigte Spitzenreiter TG Voerde gegen Schlusslicht Wetter Charakter und drehte den 22:23-Rückstand in einen 32:25-Sieg.
HSG Gevelsberg-Silschede III – CVJM Gevelsberg 19:23 (12:12). In einem von den Abwehrreihen geprägten Lokalderby hatte der CVJM das bessere Ende für sich. Beide Teams drückten nicht groß aufs Tempo, sondern fokussierten sich auf eine sichere Deckungsarbeit. Nach der Pause zog die HSG zunächst auf 14:12 davon, ehe dem CVJM fünf Tore in Serie gelangen. Die HSG musste mit nur zwei Ersatzspielern auskommen, so dass in den letzten zehn Minuten die Körner fehlten, um dem Gegner noch einmal gefährlich zu werden.


TV Hasperbach – HSG Gevelsberg-Silschede II 31:24 (17:11). Gegen das Spitzenteam zeigte die HSG-Reserve laut Trainer Christian Emmel eine indiskutable Leistung. „Keiner konnte an die gute Leistung aus dem Volmetalspiel vor einer Woche anknüpfen“, beklagte er. In der Deckung fand seine Mannschaft nicht die richtigen Mittel, um die druckvollen Angriffe des Aufsteigers zu stoppen. Noch schwächer aber präsentierten sich die Gäste im Offensivspiel. Sie ließen reihenweise beste Chancen aus, darunter gleich vier Strafwürfe und mehr als ein halbes Dutzend Tempogegenstöße. „Es lief heute nicht, wir hatten nie eine ernsthafte Chance auf Punkte“, so das Fazit von Emmel nach der Partie.


HC Ennepetal – TuS Volmetal III 30:25 (15:14).
Im ersten Spielabschnitt probierte Spielertrainer Fabian Vogel angesichts einiger Ausfälle einiges aus und stellte sein Team auf mehreren Positionen um. Es entwickelte sich ein enges Spiel vor der Pause, in dem der HCE über weite Strecken in Führung lag, die Gäste aber nicht abschüttelte. Nach der Pause legten die Ennepetaler eine Schippe drauf und erzielten die ersten drei Treffer. Bis zum 25:21 hielt das komfortable Polster, dann leisteten sich die Gastgeber einige Fehlwürfe und ließen Volmetal auf 25:24 herankommen. Dank einer starken Schlussphase mit einer aggressiveren Deckung setzten sich die Hausherren dann erneut ab und fuhren einen letztlich souveränen Sieg ein. Vogel zeigte sich mit der Leistung seines Teams nach der Partie sehr zufrieden. „Angesichts der Ausfälle war das heute eine sehr gute Leistung und ein verdienter Erfolg.“


TG Voerde – Westfalia Wetter 32:25 (17:11). Bei der Konstellation Tabellenführer gegen Tabellenletzten standen die Vorzeichen auf einen eindeutigen Sieg, bei dem nur über die Höhe spekuliert wurde.

Doch so einfach wurde es dann nicht. Voerde startete couragiert in die Partie und erspielte sich einen Vier-Tore-Vorsprung, machte sich danach aber das Leben immer wieder selber schwer – sei es durch leichtfertig vergebene Torchancen, technische Fehler oder schlechtes Abwehrverhalten, was den Gästen leichte Tore ermöglichte.

Trotzdem ging es mit einem vermeintlich beruhigenden Vorsprung in die Kabine. Was danach folgte, ließ aber allen Beteiligten den Angstschweiß auf die Stirn treten. Voerde agierte wie eine Anfängertruppe, spielte keine Spielzüge sauber zu Ende und suchte übereilte Abschlüsse. Zu allem Überfluss stellte die Abwehr die Arbeit nahezu ein. Innerhalb von 13 Minuten gelang den Wetteranern der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich (22:22) und sogar die Führung (22:23).

Doch nun zeigte sich doch noch der Charakter der Truppe von Trainer Philipp Kersthold die über den Kampf wieder ein wenig zu ihrem Spiel zuzrückfand und in der 54. Minute erstmals eine Zwei-Tore-Führung (27:25) erspielte. Nun ging den Gästen die Luft aus.


HC Haßlinghausen – Mettmann-Sport V 27:10 (11:6). Entscheidend für den Erfolg war eine sehr gute, konzentrierte Abwehrleistung. Dreimal blieben die Gastgeber für jeweils zehn Minuten ohne Gegentor. Heraus ragte dabei Torhüter Dominik Otto. Der Sieg hätte durchaus höher ausfallen können, aber im Angriff vergaben die Haßlinghauser einfach zu viele „hundertprozentige“ Torchancen. Insgesamt aber war der Sieg hoch verdient, zumal die Gastgeber nur neun Feldspieler aufbieten konnten und durch Verletzung in der ersten Halbzeit noch einen Akteur verloren.