Vielleicht das letzte Hagener Stadtderby

Ennepe-Ruhr/Hagen..  Es ist wieder Derbyzeit in der Handball-Oberliga. Heute Abend um 20 Uhr, zeitgleich mit der Partie der Ahlener SG gegen die HSG Gevelsberg-Silschede empfängt vor sicherlich 500 Fans in der Sporthalle Mittelstadt der VfL Eintracht Hagen II den Ligaprimus TuS Volmetal zum Stadtduell. Es ist das dritte Duell beider Teams in der höchsten westfälischen Spielklasse. In der Saison 2013/14 gewann der VfL Eintracht die Partien mit 33:24 und 31:28. In der aktuellen Spielzeit feierten die Volmetaler in eigener Halle mit 27:26 den ersten Sieg gegen den Stadtrivalen.

Das Derby hat aufgrund der jüngsten Ergebnisse keinen klaren Favoriten, auch wenn Volmetal doppelt so viele Pluspunkte wie die Eintracht-Reserve hat. In diesem Jahr buchte der TuS Volmetal acht von zehn möglichen Punkten auf sein Konto. Die Eintrachtler freuten sich über sieben von zehn möglichen Zählern. Der Top-Torjäger der Liga trägt das Eintracht-Trikot: Philipp Hinkelmann erzielte 106 Treffer aus dem Feld. Volmetals Niklas Polakovs, wie Hinkelmann 22 Jahre jung, gelangen 76 Treffer aus dem Spiel heraus, Silas Kaufmann 75 Tore.

Das Wort „Aufstieg“ spielt heute für Volmetals Trainer Neff keine Rolle

Diese Zahlen beeindrucken beide Trainer nicht. Auch das Wort „Aufstieg“ spielt für Volmetals Übungsleiter Stefan Neff heute keine Rolle. „Der VfL Eintracht hat sich gefangen und ist gut in das neue Jahr gestartet“, weiß der, „aber eine Übermannschaft ist das nicht.“

Rainer Hantusch, Coach der Eintrachter und Co-Trainer des Drittliga-Teams, geht davon aus, dass es keine „Verstärkung von oben“ geben wird. „Schließlich brauchen wir für die Partie am Samstag in Neuss gesunde Spieler und können kein Verletzungsrisiko am Freitag eingehen.“

„Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und wenig technische Fehler machen. Wenn uns das gelingt, dann haben wir auch eine Chance, den Tabellenführer zu besiegen“, ist sich Rainer Hantusch sicher. Vielleicht wird es das vorerst letzte Hagener Stadtderby in der Handball-Oberliga. Da will keiner als Verlierer vom Platz gehen.