Viel zu hohe Fehlerquote kostet möglichen Erfolg

Schwelm..  Gestern Abend, 19.11 Uhr in der Halle West: Riesenjubel. Doch nicht bei der heimischen TG Rote Erde, sondern beim Gast SVE Grumme. Der Tabellenletzte hatte soeben den ersten Matchball zum 3:1 (26:24, 15:25, 25:23, 25:22)-Sieg verwandelt. Für die Schwelmer war der Jahresauftakt in die Binsen gegangen.

Grumme-Trainer Klaus Blüggel, der mit nur acht Spielern angetreten war, bekannte zwar: „Wir haben Glück gehabt, dass die Schwelmer unsere Schwächen nicht ausgenutzt haben.“ Doch sein Pendant, Norbert Krause, stellte fest: „Wir haben derzeit eine viel zu hohe Fehlerquote. Mal im Zuspiel, mal im Angriff und zumeist im Block. Nur Borchers’ Annahme war heute gut.“ Damit traf er den nagel auf den Kopf. Sine Mannschaft konnte nie überzeugen. (Zu) wenige gelungene Aktionen wechselten sich mit zahlreichen schwachen ab.

Immer mal wieder legte RE eine kleine Serie von vier Punkten in Folge hin, doch der Vorsprung schmolz jedes Mal wieder ab. Allein vier Satzbälle vermochten die Schwelmer im ersten Durchgang nicht zu verwandeln. Nur im zweiten hakte es weniger, wenngleich auch hier erste der dritte Satzball saß.

Grumme nutzt ersten Marchball

Trostlos die Durchgänge drei und vier. Zunächst blieb es zwar eng, doch am Ende des dritten Satzes holte RE zum 23:23 auf, um dann die nächsten beiden Punkte zu verlieren. Im letzten Satz gelang ein paar Mal der Ausgleich, so zum 12:12, 16:16 und 20:20, doch am Ende setzte sich Grumme wieder etwas ab und nutzte gleich den ersten Matchball.

Norbert Krause hatte schon nach dem gewonnenen zweiten Satz die Einstellung seiner Spieler moniert. „Ihr seid viel zu ruhig. Ihr müsst ich gegenseitig hochpushen.“ Wie das geht, machte Grumme vor, die nach fast jedem Ball – nicht nur gewonnenen Punkten – zusammenkamen und sich abklatschten. Das sah man bei den Gastgebern allzu selten.

Jetzt hofft Trainer Krause, dass er mit seinem Team aus dem Loch heraus zu kommen. „Sonst wird es eine ganz schwere Rückrunde“, prognostiziert er.