Viel Spannung am Tabellenende

Foto: Valentin Dornis

Ennepe-Ruhr/Hagen..  Am fünftletzten Spieltag ist in der Fußball-Bezirksliga noch keine Entscheidung gefallen. Mal abgesehen davon, dass VTS Iserlohn ja schon seit geraumer Zeit als erster Absteiger feststeht. An der Spitze und am Ende ist der Kampf noch im vollen Gange.

Dass der FC Wetter 10/30 sich die Meisterschaft und damit den Aufstieg holt, gilt angesichts eines Zwölf-Punkte-Vorsprungs auf Verfolger Hagen 1911 zwar als sicher, doch kurz nach dem Abpfiff waren Spieler und Zuschauer auf dem Harkortberg enttäuscht. Zwar hatten die Wetteraner mit 3:1 (1:1) gegen den ETuS/DJK Schwerte gewonnen, doch kurz danach war klar: Auch Verfolger SpVg Hagen 1911 hat gewonnen, das Rennen um den Aufstieg ist nach dem 6:2 (1:2)-Erfolg bei der TSG Herdecke theoretisch noch nicht entschieden.

Die war nach der Ampelkarte gegen Ismael Marjan in einer 40 Minuten dauernden Unterzahl gegen die Elfer überfordert. „Das war der Knackpunkt, danach haben wir uns abschießen lassen“, stellte TSG-Trainer Zoltan Hülsberg fest. Und Benjamin Knoche stimmte seinem Kollegen zu: „Das kam uns natürlich zu Gute. In Überzahl haben wir das dann gut ausgespielt.“ 2:1 führten die Herdecker als der Unparteiische Marjan in die Kabine schickte.

TuS Wengern kam im Abstiegskampf mit 0:4 (0:1) bei der SG Hemer böse unter die Räder. Das einzig Positive an diesem Spieltag: Auch die Kellerkonkurrenten punkteten an diesem 28. Spieltag kaum. Wengerns sportlicher Leiter Christian Hagemann, einst Jugendtrainer beim TuS Ennepetal und Landesliga-Coach des Hasper SV, sah seiner Mannschaft nach einem frühen Gegentor zwar auf einem guten Weg, musste aber feststellen: „Wir konnten aber keine Torchancen herausspielen. Da merkte man, dass wir die Ausfälle von Mentor Rexhepi, Fabio di Tavi und Kevin Stürzekam nicht so einfach kompensieren können.“

Neben dem künftigen Kreisligisten VTS Iserlohn sind es noch sieben Mannschaften, die im Abstiegskampf stehen. Erst der VfB Westhofen auf Platz acht kann sich mit zehn Punkten Vorsprung sicher fühlen. Von den sieben „Kellerkindern“ gewann am Sonntag nur VfK Iserlohn (mit 1:0 beim abgeschlagenen Schlusslicht VTS), Geisecker SV und FSV Gevelsberg teilten sich beim 2:2 die Punkte.

Duelle der Abstiegskandidaten

Es bleibt also spannend. Zumal es an den restlichen Spieltagen noch zu mehreren direkten Duellen der Abstiegskandidaten kommt. So treffen schon am nächsten Spieltag VfK Iserlohn und TuS Wengern aufeinander.

Eine Woche später kommt es zu den Duellen zwischen Herdecke und Gevelsberg sowie Wengern und Bommern. Am vorletzten Spieltag muss Herdecke in Geisecke antreten, und zum Saisonfinale trifft ETuS/DJK Schwerte auf den VfK Iserlohn. Für Spannung ist also an den letzten vier Spieltagen gesorgt.

Im Niemandsland der Tabelle lebt es sich natürlich wesentlich ruhiger. So war Frank Henes, der Trainer des SC Berchum/Garenfeld, mit dem 1:1-Remis nach einem Rückstand bis zur 70. Minuten gegen den VfL Schwerte einigerrnaßen zufrieden. „Wir waren nicht gut und haben einige Möglichkeiten ausgelassen. Im Großen und Ganzen können wir mit dem Punkt leben“, lautete sein Resümee. Sandi Delkic hatte per Foulelfmeter für das Endresultat gesorgt, nachdem Amir Smajic zu Falle gebracht worden war,