VfB Schwelm angstfrei gegen schwächelnden Hasper SV

Ennepe-Ruhr..  Heute Abend geht es um den Einzug in den Westfalenpokal Denn die Gewinner der Halbfinalspiele sind als Endspielteilnehmer für den übergeordneten Wettbewerb qualifiziert.

Der VfB Schwelm tritt mit der klassentiefsten Mannschaft der Runde daheim (Anpfiff 20 Uhr) gegen den schwächelnden Landesligisten Hasper SV an. Oberligist TSG Sprockhövel trifft um 19.30 Uhr am Bleichstein auf das Bezirksliga-Team der TSG Herdecke.

In der Meisterschaft lief es für die TSG Sprockhövel zuletzt gut. Siege gegen Dortmund und Hüls gab es zu feiern. Natürlich sind die Sprockhöveler in diesem Auswärtsspiel in der Favoritenrolle. Sie sind schließlich Oberligist, Herdecke Bezirksligist, zwei Spielklassen liegen dazwischen. Doch im Pokalwettbewerb verwischen oft die Grenzen zwischen den Klassen. So hatte die TSG Sprockhövel in der Runde zuvor große Mühe, den Landesligisten SV Hohenlimburg auszuschalten. Erst fünf Minuten vor Schluss gelang Burak Akyürek der entscheidende Treffer zum 1:0-Sieg.

Akyürek, der am vergangenen Sonntag im Meisterschaftsspiel gegen den VfB Hüls in der zweiten Halbzeit groß aufgespielt hat, wird auch heute wohl in der Startelf stehen. „Er soll sich weiter Selbstvertrauen holen“, sagt TSG-Trainer Robert Wasilewski, der in Herdecke auch Spieler aufbieten will, die in der Oberliga zuletzt verletzungsbedingt nicht so oft gespielt haben – zum Beispiel Phillipp Schulz, David Padovan, Tim Oberc, Aldin Hodzic und Niklas Orlowski.SG verzichtet auf Claus und Kalina

TSG verzochtet auf Claus und Kalina

Eine Pause verordnet bekommen indes Christian Kalina und Max Claus. Innenverteidiger Kalina musste sich ja bekanntlich einer Knieoperation unterziehen, die Stürmer Claus noch bevorsteht. „Im Pokalspiel kommt für ihn ein Einsatz nicht in Frage, und wir wollen auch Christian Kalina schonen. Wir werden aber auf jeden Fall eine starke Mannschaft stellen, denn wir wollen unbedingt ins Finale“, sagt Sprockhövels Trainer.

Robert Wasilewski, der, wie berichtet, nur noch bis zum Saisonende Trainer der Oberliga-Mannschaft sein wird, sieht seine Mannschaft zurzeit auf gutem Weg: „Es passt im Augenblick alles gut zusammen.“ Er traut der ganzen Sache aber noch nicht so richtig. „Man darf ja auch nicht zu viel loben“, fügt er an, „dann gibt es gleich wieder einen Rückschlag.“

Schwelm hofft auf Geldsegen

Auch der VfB Schwelm hat den Ehrgeiz, die Qualifikation für den Westfalenpokal zu schaffen. Zumal hier ja durchaus ein lukrativer Gegner etwas Geld in die Vereinskasse spülen könnte. Doch zuvor muss erst einmal Haspe besiegt werden. Dass sie sich vor klassenhöheren Teams nicht fürchten müssen, haben die Schwelmer um Trainer Bastian Zarnekow (Foto) bereits im Achtel- und Viertelfinale bewiesen. Hier schalteten sie nacheinander die Bezirksligisten FSV Gevelsberg mit 4:1 und SW Breckerfeld mit 1:0 aus.

Gegner Hasper SV tut sich in der Meisterschaft derzeit mehr als schwer. Ob die Truppe von Trainer-Oldie Werner Boss im Pokal ein anderes Gesicht zeigen wird als zuletzt bei der desolaten Ligavorstellung gegen Bochum-Linden bleibt abzuwarten. Die Kreisstädter wollen auf jeden Fall ihren Heimvorteil nutzen und eine weitere klassenhöheren Mannschaft aus dem Weg räumen.