Uwe Kiehn kämpfte sich ohne eigene Uhr weit nach vorne

Schwelmer Jungs und SF Ennepetal beim Halbmarathon in Venlo
Schwelmer Jungs und SF Ennepetal beim Halbmarathon in Venlo
Foto: WP

Schwelm/Ennepetal..  Bei niedrigen Temperaturen standen die fünf Läufer der „Schwelmer Jung“ am Start des schon lange ausgebuchten Venlo Halbmarathon, als endlich die unverdeckte Sonne herauskam. So konnten, bei leicht steigenden Temperaturen, Andreas Joswig und Uli Ebel aus dem vorderen Starterfeld von Beginn an Druck machen. Uwe Kiehn (SF Ennepetal) konnte glücklicherweise noch einen Startplatz von einer Vereinskollegin übernehmen, musste jedoch aus dem hinteren Bereich starten und somit sein eigenes Tempo finden.

„Von den unzähligen, fanatisch anfeuernden Zuschauern entlang der ganzen Strecke gepuscht, konnte ich eine richtig schöne Aufholjagd starten“, berichtete Kiehn hinterher. Joswig spürte schon nach drei Kilometern den Halbmarathon von Königsforst in den Beinen. Er war am Ende mit 1:20:43 Std. nicht ganz zufrieden, freute sich aber sehr über den dritten Platz in der AK50.

Kiehn überragender SFE-Läufer

Uwe Kiehn war im Ziel mit 1:24:21 Std. glücklich, da er auch noch ohne eigene Uhr mit der Zeitorientierung kämpfen musste. Er war trotzdem der überragende SFE-Läufer und bekam vom Schwelmer Uli Ebel ein dickes Kompliment: „Aus diesem Starterfeld heraus war das eine super Leistung von Uwe.“ Zu seiner eigenen Leistung bemerkte Ebel: „Mit meinem Trainingsrückstand war heute für mich nicht mehr als 1:27:00 Std. drin.“

Christian Kern und Tina Kühner trennten sich auch schon vor der Fünf-Kilometer-Marke und suchten beide ihr eigenes Tempo. Christian war mit 1:33:54 Std. schließlich ganz zufrieden, da er hiermit an seine alte Form anknüpfte, und Tina freute sich über ihre starke 1:45:14 Stunden, was eine Verbesserung von über acht Minuten zum Vorjahresergebnis bedeutete. So ging ein toller Lauf in den Niederlande zu Ende

„Die ganze Strecke war geschmückt, Fahnen, Ballons, bunte Bänder. Dazu Bands mit allen Arten von Musik – eine 21 Kilometer lange Party. Es war schlichtweg einzigartig“, zeigte sich der frischgebackene SFE-Vorsitzende Stefan Marquardt begeistert vom „Venloop“.

Standortbestimmung für die SFE-Damen

Für die Damenmannschaft der Sportfreunde war es in erster Linie eine Standortbestimmung für den Hamburg-Marathon im kommenden Monat. Die Zeiten lassen für die bevorstehende doppelte Distanz hoffen, zumal auch noch einige Wochen für den Feinschliff zur Verfügung stehen. Schnellste Sportfreundin war Annette Daus, die mit 1:53.51 Std. eine neue persönliche Bestzeit lief. Ihr folgten Conni Böttcher (1:59.23), Heike Oehler (1:59.40), Petra Luchtenberg-Pacyna (2:04.32), Sabine Naumann (2:06.12) und Tanja Twork (2:10.09). Stefan Marquardt folgte Uwe Kiehn in 1:44.13 Std., dahinter Peter Passilaitis (1:44.36) und Martin Abel (1:44.46).

Lautstarke Unterstützung

Begleitet wurde die SFE-Equipe von Elisabeth und Walter Hörster, die ihre Vereinskollegen an mehreren Punkten der Strecke lautstark unterstützten.
Bereits eine Woche zuvor hatte Michael Altrath am 33.333 m langen Syltlauf teilgenommen. Auf der Nordseeinsel erreichte er das Ziel nach 2:58.01 Stunden, was den 20. Platz in der Altersklasse M55 und Rang 152 im Gesamtklassement bedeutete.