TuS fehlen Konzentration und Wille zum Sieg

Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal..  Qualitativ haben die Zuschauer im Bremenstadion schon höherwertige Spiele zu sehen bekommen. Das 1:1-Remis zwischen dem TuS Ennepetal und dem FC Gütersloh war sicher eines der schwächeren Spiele. TuS-Trainer Imre Renji: „Da fehlte doch ein bisschen Konzentration und Willen.“ Für die Gäste aus Ostwestfalen indes war der Punkt Gold wert, bedeutete der doch für sie nun auch theoretisch den Ligaverbleib.

Gut 20 Minuten lang bestimmten die Gastgeber das Spiel, setzten die Gütersloher unter Druck. Die standen sehr kompakt, waren zunächst einmal auf Torsicherung bedacht. Allerdings unterliefen ihnen immer wieder Abspielfehler, die die TuS-Akteure in Ballbesitz brachten. Auch wenn die Ennepetaler den Ball gut laufen ließen, fehlte doch der letzte und entscheidende Pass, um zu einer nennenswerten Torchance zu kommen.

Gütersloh nutzt erste Torchance

Doch im zweiten Teil des ersten Durchgangs ließen die Gastgeber nach, Gütersloh kam nun besser ins Spiel und nutzte auch gleich seine erste Torchance zum Führungstreffer. Nach einer Flanke von links stand Janis Kraus ziemlich allein gelassen im TuS-Strafraum und ließ Torwart Marvin Weusthoff mit seinem trockenen Schuss keine Chance.

„Geht doch mal richtig hin“, rief Trainer Renji, als in dieser Phase die Gäste Oberhand gewannen, auch weil sich der TuS bei gegnerischem Ballbesitz zu weit zurückfallen ließ. So kamen die Ennepetaler im ersten Durchgang nicht mehr zu einer fetten Torchance.

Nach dem Wechsel, jetzt mit Giovanni Federico für den angeschlagen ins Spiel gegangenen Sebastian Krause, profitierte Renjis Mannschaft von einem Elfmeterpfiff, des ohne Karten auskommenden Schiedsrichters Philip Dräger. Der zeigte nach einem Zweikampf zwischen Lars Beuckmann und Michael Kupilas in deutlicher Entfernung vom Geschehen um den Ball, bei dem der Ennepetaler zu Fall kam, auf den ominösen Punkt. Dr. Felix Brych, der Referee des DFB-Pokalspiels am Abend zuvor, hätte dafür die Pfeife sicher nicht in die Hand genommen. Leon Enzmann ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte humorlos mit sattem Schuss zum 1:1-Ausgleich.

TuS nutzt seine Chancen nicht

Danach gab es dann wieder Chancen für die Hausherren. Doch Kupilas verpasste am langen Pfosten (56.). Robin Gallus’ Kopfball verfehlte knapp das Ziel (59.), Enzmann forderte mit einem Schuss aus 18 Metern Güterslohs Schlussmann Rumps ganzes Können ab (69.).

Und schließlich war es Charles Atsina, er ersetzte in der Schlussphase Enzmann, der das Spielgerät aus sieben, acht Metern genauso wenig im Tor unterbrachte, wie wenig später Björn Sobotzki nach einem Eckball.

Allerdings waren auch die Gäste im zweiten Durchgang nicht chancenlos. So konnte neben Imre Renji auch Güterslohs Coach Heiko Bonan mit der Punkteteilung gut leben.