TSG Sprockhövel II schöpft neue Hoffnung

TSG II-Trainer Martin Franczyk.
TSG II-Trainer Martin Franczyk.
Foto: Fischer / Funke Foto Services

Sprockhövel..  Nach dem 8:3-Kantersieg der TSG Sprockhövel II aus der Vorwoche wirkte es fast so, als wenn am Tabellenende ein schlafender Drache aufgewacht wäre. Dabei ist nur das Geschehen, was Trainer wie Ulli Alexius (Haßlinghausen) und Karl-Heinz Kiewitt (Silschede) – die mit ihren Teams ebenfalls um den Klassenverbleib kämpfen – schon lange vorhergesehen haben: Wenn es darauf ankommt wird die TSG-Reserve aus der „Ersten“ und der A-Jugend verstärkt.

„Wenn der Verein klug denkt, dann muss er doch alles tun, um mit der zweiten Mannschaften die Klasse zu halten“, sagt Andreas Hain, Trainer des SC Obersprockhövel II, dem morgigen TSG-Gegner. Hain steht mit seiner Elf auf einem guten dritten Platz und ist mit seiner Landesliga-Reserve im Prinzip das krasse Gegenteil zur Oberliga-Zweitbesetzung vom Baumhof. Seit Jahren steckt die TSG-Truppe immer wieder tief im Abstiegskampf und konnte häufig nur durch Verstärkungen gerettet werden.

Beim SCO hatte sich indes unter Torsten Schulze-Eyßing eine Elf in der Kreisliga A etabliert, die unter Andreas Hain verjüngt wurde, seit diesem Jahr sogar oben angreifen kann und dies nahezu autark von der ersten Mannschaft bewerkstelligt.

Ähnliches wünscht sich auch Martin Franczyk, der seiner Mannschaft durchaus eine A-Liga-Tauglichkeit zuspricht, aber bislang noch auf Hilfe von „oben“ angewiesen ist. „Durch die fünf Tore von Emre Karaca wirkt es so, als wenn wir nur mit Verstärkung gewinnen können, aber die gesamte Mannschaft hat gut gespielt“, findet Franczyk. Generell von „Leihspielern“ aus der Oberliga oder der Westfalenliga A-Jugend absehen möchte er dennoch nicht. „Ich plane mit meinem Kader, aber wenn sich kurzfristig etwas ergibt nehmen wir das in unserer Situation gerne an“, erklärt der TSG-Coach. Dass sich beim Derby am Sonntag etwas ergeben wird für den TSG-Kader, davon geht SCO-Trainer Hain fest aus. „Die A-Jugend hat noch kein Spiel, also werden sicherlich ein paar Jungs zur Verfügung stehen“, sagt er. Und damit dürfte er so falsch nicht liegen.