TSG behauptet sich im Elfmeter-Krimi gegen Nachbarn SCO

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Sprockhövel.. TSG Sprockhövel –
SC Obersprockhövel n.E. 6:4 (1:0, 1:1)

TSG: von Hagen (46. Benz), Oberdorf (46. Erdelt), R. Meister, Bukowski (60. Mack), Ciccarelli, Karaca (60. Dudda), Gremme (46. Maldea), Janicki (41. Kwadwo), Claus (60. Akgül), Heiserholt, Wasilewski (60. Tank).

SCO: Knieps, Schulz (46. Hustert), Rosenbach, Heinzer, T. Voshage, Gummersbach, Kalina, Henning (46. F. Voshage), Eshetu-Hassen, Duic, Joppe.
Tore: 1:0 (35.) Ciccarelli. 1:1 (85.) Joppe.
Elfmeterschießen: R. Meister, Dudda, Maldea, Ahgül und Ciccareklli für TSG; T. Voshagem, F. Voshage und Kalina für SCO.

Die TSG Sprockhövel hat das Wolfgang-Gisselbach-Gedächtnisturnier gegen den SC Obersprockhövel mit 6:4 nach Elfmeterschießen gewonnen. 1:1 stand es nach 90 Minuten.

Landesligist SCO war gegen den Oberligisten TSG das Spiel recht defensiv angegangen. Die Obersprockhöveler agierten hinten mit einer Fünferkette, in der gleich drei Sommer-Zugänge aufgeboten wurden. Nämlich Christian Kalina und Phillipp Schulz, die von der TSG zum Schlagbaum wechselten und Mirco Heinzer, der vom Hasper SV kam, früher aber in der TSG-Jugend gespielt hat. Vor dieser Kette agierte der SCO mit einem Vierer-Mittelfeld, das auch gut verschob, und vorne hielt sich Tim Joppe als Anspielstation bereit.

Bei der TSG spielte Raoul Meister zunächst mit Timo Janicki in der Innenverteidigung, nach der Auswechslung Janickis rückte dann Leroy Kwadwo an die Seite des TSG-Kapitäns.

Die TSG hatte in der Anfangsphase des Spiels deutlich mehr Ballbesitz als der SCO, doch Ballbesitz ist ja nicht immer alles. Denn die Mannschaft von Andrius Balaika tat sich in der ersten halben Stunde gegen die kompakte Obersprockhöveler Defensive recht schwer.

Die ersten Chancen hatte dann sogar der SCO. Nach einem Freistoß von Tobias Voshage rauschte der Ball nur knapp am linken Winkel vorbei (19.), und kurz darauf erwischte Tim Joppe nach einer schönen Flanke von Phillipp Schulz den Ball nicht richtig mit dem Kopf.

Doch dann kam auch die TSG auf Touren. Vor allem über die rechte Seite, also über den defensiven Tim Oberdorf und den offensiver ausgerichteten Emre Karaca versuchte der Oberligist, nach vorne zu kommen. Das Wechselspiel zwischen Oberdorf und Karaca klappte auch recht gut. Und in der 35. Minute kam die TSG über ihre rechte Seite auch zum Torerfolg. Tim Oberdorf hatte sich bis zur Grundlinie durchgesetzt und dann schön an die Strafraumgrenze zurück gepasst. Da lauerte auch schon Nazzareno Ciccarelli, der den Ball mit dem Innenrist ins Tor beförderte. Die Kugel sprang zunächst noch an den Innenpfosten, fand dann aber doch den Weg ins Netz.

Kurz vor der Halbzeit noch eine schöne Offensivaktion der TSG, diesmal aber über die linke Seite. Felix Gremme, der enorm schnell unterwegs war, überspielte vier Obersprockhöveler, verpasste mit seinem Schuss aber knapp das Ziel.

In der zweiten Halbzeit agierte der SCO dann offensiver und kam durch einen Flugkopfball von Tim Joppe um Ausgleich (85.). 1:1 stand es auch nach 90 Minuten. Eigentlich war also eine Verlängerung angesagt, doch die wollte SCO-Trainer Sascha Höhle seiner Mannschaft nicht mehr zumuten. TSG-Coach Andrius Balaika hätte indes gerne weiterspielen lassen, doch die Turnierleitung entschied, dass die Entscheidung vom Punkt aus fallen sollte. Den einzigen Fehlschuss leistete sich dann SCO-Torwart Patrick Knieps – gegen seine alten Mannschaftskollegen.