Taktisch starke Ennepetaler punkten verdient

Torschütze Christian Hausmann
Torschütze Christian Hausmann
Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal.. TuS Ennepetal –
TuS Erndtebrück 1:1 (0:1)

Tus Ennepetal: Weusthoff – Sobotzki, Bollmann, Gerding, Winczura, Hausmann, Sabellek (90. Krause), Erdmann, Gallus, Kupilas (65. Federico), Hibbeln.

TuS Erndtebrück: von der Heiden – Wasem, Schattner, Ziegler, Lima Ribeiro, Schilamow (77. Waldrich), Nakai (69. Öncü), Lubaca, Kadiata, Wassinger (77. Böhmer), Toysuz.

Tore: 0:1 (40.) Nakai, 1:1 (72.) Hausmann.

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte gegen Kadiata (Erndtebrück, 80.)

So wirklich hatte wohl niemand mit dem Punkt gerechnet. Offenbar auch nicht die Ennepetaler Fans. Denn nicht einmal 100 von ihnen säumten den Kunstrasenplatz im Bremenstadion eher spärlich. Eigentlich traurig, wenn der Tabellenzweite der Oberliga zu Gast ist. Die Ennepetaler verdienten sich den unerwarteten Punkt gegen Erndtebrück beim 1:1 (0:1) aber mit Glück, Können und einem starken Marvin Weusthoff im Tor.

Klar waren die Gäste überlegen, klar hatten sie die besseren Chancen. Aber die Jungs von Trainer Imre Renji boten den „Quasi-Profis“ aus dem Wittgensteiner Land die Stirn. „Wir haben taktisch sehr diszipliniert gespielt“, freute sich Renji hinterher, gab aber zu, auch etwas Glück gehabt zu haben. Das Glück des Tüchtigen.

Vor allem im ersten Durchgang war Erndtebrück überlegen, scheiterte aber immer wieder an der aufmerksamen Deckung um die Innenverteidiger Sobotzki und Bollmann. Was allerdings nicht so recht gelang, das waren exakt gespielte Pässe nach vorn, so dass das Gästetor kaum in Gefahr geriet. Kein Wunder, dass Keeper von der Heiden phasenweise Aufwärmübungen absolvierte.

Kurz vor der Pause dann der sicherlich verdiente Treffer für Erndtebrück, als Lubaca Sabellek den Ball außen abnahm, nach innen flankte und der freistehende Nakai wenig Mühe hatte zu vollstrecken.

Ennepetal nach der Pause mutiger

Nach dem Seitenwechsel gingen die Ennepetaler mutiger zu Werke, griffen nun viel früher an – und kamen auch zu guten Szenen. Torreif war indes keine davon. Erst Mitte der zweiten Halbzeit war es soweit: Gallus flankte von links, das Leder kam zu Hausmann, der mit einem satten Schuss aus gut 20 Metern von der Heiden überwand.

In der Folge gab es noch Chancen auf beiden Seiten, mehr für die Gäste. Doch am Ende blieb es beim Remis. Auch, weil sich die Wittgensteiner in den letzten zehn Minuten selbst geschwächt hatten, nachdem sich Kadiata wegen wiederholten Foulspiels die Rote Karte abgeholt hatte.