SSV Hagen und Hasper SV planen (wieder) Fusion

Hagen/Ennepe-Ruhr..  Jetzt wird es ernst. Die Fußballer des Hasper SV und des SSV Hagen streben eine Fusion an. Sie soll zur Saison 2016/2017 wirksam werden, weil ein Zusammenschluss schon für die kommende Spielzeit zeitlich nicht mehr zu realisieren ist. Dessen ungeachtet wollen die beiden Traditions-Fußballklubs bereits in der nächsten Spielzeit eng zusammenarbeiten, um nach Möglichkeit ein Team in die Westfalenliga zu bringen.

Vor einer Woche haben die SSV-Kicker einen neuen Seniorenvorstand gewählt um Vorsitzenden Ömür Turhan, die beiden Stellvertreter Waldemar Stange und Fidan Ibishi sowie Schatzmeister Vedat Yavuz (er hatte bei Vatanspor Gevelsberg das Amt bereits ausgeführt). Die neue Führung des Klubs mit dem Adler im Wappen bekam jetzt Besuch von den Kollegen des Hasper SV: Das waren HSV-Vorsitzender Harald Kröner, Kassenwart Harald Kleemann, Geschäftsführer Wilfried Dautzenroth und Beirat Jürgen Breuking. Nach der Zusammenkunft waren sich alle Verantwortlichen einig: „Wir wollen die Fusion auf den Weg bringen!“

Am liebsten würden die Fußball-Verantwortlichen beider Klubs die Fusion schon zur Spielzeit 2015/2016 realisieren. Aber das geht nicht mehr. Beim Fußball-Verband ist für solche Vorhaben am 1. Mai „Meldeschluss“. Da Mitgliederversammlungen in der Regel einen mindestens zweiwöchigen Vorlauf brauchen, klappt es für die nächste Saison mit dem formellen Zusammengehen nicht.

Eng zusammenarbeiten will man allerdings schon. Um den größtmöglichen Erfolg einheimsen zu können. Wenn die abstiegsgefährdete Hasper Landesliga-Mannschaft den Klassenerhalt schafft, soll sie für die Saison 2015/2016 auch mit SSV-Hilfe so stark gemacht werden, dass sie um den Westfalenliga-Aufstieg mitspielen kann. Sollten die Schützlinge von Trainer Werner Boss in die Bezirksliga absteigen, dann könnte das Team, das „aufgerüstet“ wird, die SSV-Mannschaft sein – vorausgesetzt der aktuelle Kreisliga-A-Spitzenreiter schafft im zweiten Anlauf den Aufstieg. Möglicher Gegner einer Relegation sind entweder BW Voerde oder VfB Schwelm.

Sicher ist, dass – sofern die getroffenen Absprachen umgesetzt werden – die 1. Mannschaft des Fusionvereins, der wohl SSV/HSV Hagen heißen wird, im Ischelandstadion spielen wird. Die Zweitvertretung, wohl ein Bezirksliga-Team, soll auf dem Hasper Kunstrasen kicken. „Die Bezirksliga 6 mit den vielen heimischen Vereinen ist aktuell eine ganz attraktive Spielklasse“, sagt HSV-Chef Harald Kröner. Mal abwarten, wie die Staffel im August aussieht. Und ob es diesmal tatsächlich etwas wird mit der Fußball-Ehe.