Sprockhövel geht gegen Rhynern die Luft aus

Sprockhövel..  Am Ende wurde es ganz bitter. Mit 1:5 verlor die TSG Sprockhövel ihr Heimspiel gegen Westfalia Rhynern.

Man muss es wohl so sagen: Letztlich hatten die Sprockhöveler in diesem Spiel keine Chance, obwohl sie eine Halbzeit lang ganz hervorragend spielten. Doch die Schlüsselszene in dieser Partie gab es schon in der 5. Minute. Denn da gab es einen Zweikampf zwischen Felix Gremme und Philipp Hanke im Sprockhöveler Strafraum. Rhynerns Hanke ging zu Boden, Schiedsrichter Stefan Tendyck entschied auf Elfmeter und zeigte dem Sprockhöveler die Rote Karte, weil nach Meinung des Unparteiischen eine klare Torchance verhindert wurde. Ganz klar, das war eine harte Entscheidung, die im Baumhof ausgiebig diskutiert wurde. Rhynerns Lennard Kleine war das aber herzlich egal. Er verwandelte den Strafstoß sicher.

Sprockhövel lag also zurück und hatte zudem einen Spieler weniger auf dem Feld. Eigentlich war klar, dass das nicht durchzuhalten war, zumal der Kader diesmal recht übersichtlich und zudem mit vier A-Jugendspielern bestückt war, die schon das Spiel gegen Ahlen in den Beinen hatten.

„Von der Bank aus konnte ich kaum noch reagieren“, sagte TSG-Trainer Robert Wasilewski. „Und wenn man dann noch fast ein ganzes Spiel lang in Unterzahl ist, wird es natürlich richtig schwierig. Rhynern war allerdings auch stark.“

Die Sprockhöveler steckten die frühen Rückschläge aber recht gut weg und rissen das Spiel an sich. Und in der 21. Minute gelang Max Claus auch der verdiente Ausgleich. Sein fünftes Tor in der Rückrunde war es, diesmal traf er mit seinem stärkeren rechten Fuß. Die Sprockhöveler hätten vor der Pause sogar erhöhen können. Chancen gab es für Burak Akyürek und Tim Dudda.

Waren die Gäste in der ersten Halbzeit in Überzahl noch recht hilflos, so zogen sie nach Wiederanpfiff ganz andere Saiten auf. Jetzt verlagerten sie das Spiel konsequent, brachten die Sprockhöveler so richtig ans Laufen und fanden dann auch immer wieder Lücken in der TSG-Abwehr.