Spitzenspiel Schwitten gegen Gevelsberg am Sonntag
25.03.2010 | 17:30 Uhr 2010-03-25T17:30:00+0100
G e v e l s b e r g / S c h w i t t e n . Aus dem Dreikampf um die Meisterschaft in der Handball-Verbandsliga ist ein Duell geworden. Sowohl Spitzenreiter HSG Gevelsberg-Silschede als auch Aufsteiger TV Menden-Schwitten konnten die lange führende Hagener Eintracht-Reserve bezwingen.
Am Sonntag (17.30 Uhr) kommt es in der Schwittener Kreissporthalle zum Show-Down zwischen dem Landesliga-Meister von 2009 und seinem gastgebenden Nachfolger. Unsere Zeitung sprach mit beiden Trainern, nämlich dem seit vier Jahren in Gevelsberg tätigen Philipp Kersthold und seinem Kollegen Tihomir Knez.
Frage: Man fühlt sich stark erinnert an die Saison 2007/2008, als beide Teams den Landesliga-Titel untereinander ausspielten. Was hat sich seitdem geändert?
Kersthold: Erstaunlich wenig, denn beide Mannschaften setzen auf fast unverändertes Personal. Bei uns ist Tobias Fleischhauer hinzugekommen. Alle anderen Feldspieler waren schon damals dabei.
Knez: Bei uns ist es ähnlich. Mirko Pasche und Torsten Becker haben die Duelle gegen Gevelsberg damals nicht mitgemacht, Schlüter ist verletzt.
Wie ist es möglich, dass zwei relativ unerfahrene und eben nicht durch auswärtige Verstärkungen die Verbandsliga aufmischen?
Kersthold: Ich bin intern belächelt worden, als ich im Meisterjahr sagte, diese Truppe habe mittelfristig das Zeug zur Oberliga. Jetzt stehen wir dicht davor, uns diesen Traum zu erfüllen. Wir waren im ersten Verbandsliga-Jahr lange Zeit Vierter, ehe wir der dann doch in die Kreisliga abgestiegenen Reserve ausgeholfen haben. Etliche Spieler haben einen Leistungssprung gemacht, zudem ist die Mannschaft als Einheit weiter gereift. Deshalb kommt für mich unsere Bilanz nicht unerwartet.
Knez: Wir hatten schon zu Landesligazeiten das Gevelsberger Niveau und haben uns stets an deren Abschneiden orientiert, deshalb war unser Saisonziel mit einem Platz im oberen Drittel hoch gegriffen. Dass wir trotz der Ausfälle von Leistungsträgern ernsthaft um den Titel mitspielen, ist allerdings eine kleine Sensation.
Wo sehen Sie die besonderen Stärken des Gegners und wo ihre Chancen?
Kersthold: Ich denke, Schwitten hat im Rückraum herausragende Spielerpersönlichkeiten, die ein Spiel alleine entscheiden können. Unser Plus ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Letztlich werden Tagesform und die bessere Abwehr den Ausschlag geben. Wir haben zwar die letzten drei Auseinandersetzungen gewonnen, doch es geht wieder bei Null los.
Knez: Ich muss aufpassen, dass ich nicht ins Schwärmen komme, was die Gevelsberger Stammbesetzung anbelangt, denn die ist von allen Positionen aus torgefährlich. Außerdem kann Maenz, wenn es eng wird, für den besonderen Kick sorgen. Bei uns muss vor allem der Kopf frei sein und jeder ganz dicht an seine Bestform herankommen, um den Spieß endlich mal umzudrehen.
Wird der Sieger des Spitzenspiels automatisch Meister?
Kersthold: Ich wäre aufgrund unserer guten Ausgangslage schon mit einem Remis zufrieden. Aber auch mit einem Sieg sind wir noch nicht durch, denn es sind ja noch acht Punkte zu vergeben, und den Spitzenreiter will jeder schlagen.
Knez: Es ist wie vor dem Hagen-Spiel: Wir müssen gewinnen, sonst sind wir wegen des schlechteren direkten Vergleiches weg vom Fenster. Nimmt Gevelsberg beide Punkte mit, werden die auch Meister.
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