Spiel zweier selbstbewusster Teams

Wieder fit: Robin Gallus (hier mit Physiotherapeutin Bianca Naumann).
Wieder fit: Robin Gallus (hier mit Physiotherapeutin Bianca Naumann).
Foto: WP

Ennepetal/Neuenkirchen..  Einen durchaus guten Lauf ist derzeit dem Fußball-Oberligisten TuS Ennepetal zu attestieren. So geht es selbstbewusst am Sonntag zum SuS Neuenkirchen. Doch auch die Truppe aus dem nördlichen Münsterland hat derzeit eine breite Brust. Vor allem der Sieg beim Spitzenreiter Ahlen am vergangenen Mittwoch lässt aufhorchen.

Ganz klar ist für die Ennepetaler, dass sie eine Leistung an den Tag legen müssen, wie sie zuletzt gegen Zweckel nach der Pause gezeigt haben. Geben sich die Klutertstädter wie in den ersten 45 Minuten, sind Punkte in unerreichbarer Ferne. „Dann schießen die uns aus dem Stadion“, so TuS-Trainer Imre Renji. Schmerzhaft musste Ennepetal dies in der vergangenen Saison erfahren, als im April 2014 im Sportzentrum am Haarweg nichts zu holen war. Bereits zur Pause lag Ennepetal mit 0:5 hinten, musste am Ende eine 1:6-Niederlage einstecken. Das soll den Ennepetalern nicht noch einmal passieren.

Gastgeber siegt beim Spitzenreiter

Klar ist, dass es eine schwere Aufgabe wird. Denn Neuenkirchen gilt schon Seite Jahren als bärenstarke Mannschaft. Verletzungen haben die Münsterländer im Laufe der laufenden Saison zurück geworfen. „Jetzt ist Neuenkirchen wieder in der Spur“, konnte Imre Renji beobachten. Stärken liegen bei den sonntäglichen Gastgebern im Zweikampf, im schnellen, fast überfallartigen Konterspiele und in der dicht gestaffelten Abwehr. Das bekam Ahlen zu spüren. Der Spitzenreiter schaffte es kaum, Chancen herauszuspielen.

Für Ennepetal bedeutet dies, geduldig zu agieren, nicht ins offene Messer zu laufen. Aus einer starken Defensive heraus werden die Klutertstädter beginnen und so das Spiel anlegen. Nur gut, dass Björn Sobotzki nach seiner Gelb-Sperre wieder dabei ist. Er dürfte für die Viererkette gesetzt sein – auch wenn er aufgrund einer Krankheit kaum trainieren konnte. Zuletzt hatte Kai Strohmann den Part in der Innenverteidigung neben Maik Bollmann übernommen – und sehr gut ausgefüllt. Doch aus beruflichen Gründen ist er nicht dabei. Florian Gerding und Lukas Winczura werden wohl die Außenbahnen besetzen.

Wieder nicht dabei ist Leon Enzmann. Er zog sich beim Comeback beziehungsweise zu seiner Jahres-Premiere eine Muskelverletzung zu – an der Stelle, an der er zuletzt an einem Muskelfaserriss laborierte. Was genau dort passiert ist, ist noch unklar. Vermutlich handelt es sich um eine Verhärtung der Muskulatur.

Dafür steht Timo Erdmann wieder zur Verfügung. Seine Probleme mit dem Knie rührten von einer Wasserablagerung hinter dem Kreuzband her. Dabei ist auch Robin Gallus, der gegen Zweckel einen ordentlich auf den Fuß bekam und verletzt vorzeitig ausscheiden musste.

Somit kann Imre Renji im Großen und Ganzen wieder auf seine erfolgreichen Spieler zurückgreifen – die zuletzt am 1. März beim ASC Dortmund eine Niederlage einstecken mussten.