Speier das Maß aller Dinge
17.01.2010 | 18:27 Uhr 2010-01-17T18:27:00+0100Doppelten Grund zum Jubeln hat der Basketball-Regionalligist Schwelmer Baskets. Nicht nur, dass die Mannschaft bei BB Salzkotten mit 95:81 (46:32) die Oberhand behielt. Denn gleichzeitig verlor der ärgste Verfolger BSV Wulfen überraschend gegen UBC Münster.
Wenn auch noch neun Spiele zu absolvieren sind: Die Kreisstädter kommen dem Titelgewinn einen Schritt näher.
Doch Baskets-Trainer Raphael Wilder interessiert dies wenig. „Ich schau auf unsere Spiele”, sagt er. Und was er am Samstagabend zu sehen bekam, erfreut ihn sehr. Zum einen, weil es ein Spiel auf hohem Niveau war. Denn Salzkotten stellt eine sehr gute Mannschaft. „Die beste Besetzung in der Breite der ganze Liga”, zollte er dem Gastgeber ein dickes Lob. Zum anderen erfreute ihn die Spielweise der eigenen Mannen. So schaffte es Schwelm, in den ersten drei Durchgängen den als überaus gefährlich geltenden US-Boy De Maestri nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.
Doch so richtig erfreute ihn Kristofer „Toffer” Speier. Denn der Baskets-Kapitän war das Maß aller Dinge. Einerseits hatte er eine hundertprozentige Trefferquote zu verzeichnen. Andererseits brachte Speier immer wieder seine Mitspieler genial in Szene. Dabei zeichnete ihn ein leichtfüßiger Spielstil aus. „Einfach fantastisch, wie Speier gespielt hat”, schwärmte Wilder nach der Begegnung.
Überdies hatte der leicht angeschlagene Achim Beiersmann einen tollen Tag erwischt. Vor allem in der Defensive hatte das Schwelmer Urgestein seine Stärken.
Überhaupt stimmte es in allen Mannschaftsteilen der Schwelmer Baskets, die ohne Felix Werner antreten mussten. Nachdem der Sieg den Kreisstädtern nicht mehr zu nehmen war, bekam jeder der Akteure seine Spielanteile. Auch Max Kramer, der solide seine gut acht Minuten bewältigte. Solide zeigten sich auch die US-Boys in Diensten der Schwelmer. Sowohl Alexander Starr als auch David Bunts.
Kein Wunder also, dass die ohnehin gute Stimmung durch den „Baskets-Sonderzug nach Salzkotten” so richtig klasse wurde. Auf der Rückfahrt war kaum ein Halten. Die Baskets-Spieler ließen sich in jedem Wagon sehen, sie klatschten nahezu alle der über 200 mitgereisten Schwelmer Fans ab. „Hier hat sich einmal mehr die tolle Schwelmer Fan-Kultur gezeigt”, freute sich Trainer Raphael Wilder.
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