Smith einmal mehr Matchwinner
20.11.2011 | 17:55 Uhr 2011-11-20T17:55:00+0100
Schwelm.Nur langsam kamen die Schwelmer Baskets in Fahrt. Schließlich landeten die Kreisstädter in der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Nord, den klaren 98:80 (43:44)-Sieg gegen Alba Berlin II. Ein verdienter Sieg, der allerdings zu hoch ausgefallen war. Darin waren sich die Trainer Milan Pesic (Berlin) und Raphael Wilder (Schwelm) nach der Begegnung einig.
Richtig schwer tat sich Schwelm vor der Pause. Einerseits wollte nicht viel gelingen. Einzig Jason Smith zauberte unentwegt, zudem setzte Jason Holmes gute Akzente. Nach fünfwöchiger Verletzungspause (Schulter) feierte er ein gelungenes Comeback. Andererseits hatte die junge Berliner Mannschaft das Kommando auf dem Schwelmer Parkett übernommen – allen voran bestimmten die Routiniers Cem Dinc (26 Jahre) und Tobias Greuel (25 Jahre) sowie die Neuerwerbung, der US-Amerikaner Darren Stackhouse (er feiert am heutigen Montag seinen 29. Geburtstag) das Geschehen. Ergänzt wurde die Berliner Routine durch junge und hungrige Spieler, die im Schnitt mal gerade 18 Jahre jung sind. In dieser Unerfahrenheit machte Pesic schließlich auch den Knackpunkt aus, der zur Niederlage der Gäste führte.
Gleichzeitig steigerten sich die Schwelmer Spieler nach der Pause – nach der ordentlichen Kabinenansprache des Trainers Raphael Wilder. Von nun an funktionierte das Zusammenspiel erheblich besser. Zudem steigerten sich die Centerspieler Julius Dücker und Max Dohmen. Erst jetzt gelang es dem Duo, entscheidende Punkte für die Baskets zu erzielen. Während Dücker im dritten Durchgang erstmals punktete, schaffte Dohmen im zweiten Viertel einen mageren Zähler – per Freiwurf.
Immerhin ging rechtzeitig die Post bei den Schwelmer Baskets ab. Wobei Mitte des dritten Durchganges die Gastgeber die Wende erkämpften, teilweise auch erspielten. Der nimmermüde Jason Holmes, Jason Smith, der richtig mannschaftsdienlich agierende Patrick Wischnewski sowie der teils spektakulär agierende Alexander Starr drehten mit ihren Punkten den 50:51-Rückstand in eine 64:54-Führung. Sie profitierten von der explosionsartigen Leistungssteigerung unter den Körben von Dohmen und Dücker, die mehr und mehr die Rebounds ihre Eigen nennen durften.
Berlin reagierte, verteidigte offensiver, gleichzeitig vermasselten die Alba-Spieler zu viele eigene Chancen. „Das ist das Problem einer jungen und unerfahrenen Mannschaft“, so Pesic, der in dem Schwelmer Jason Smith den unangefochtenen Matchwinner für die Schwelmer Baskets sah.
Im letzten Viertel dann der endgültige Ko., als die Begegnung nochmal an Fahrt aufnahm, das Tempo erheblich größer wurde, doch die Schwelmer Spieler kühle Köpfe bewahrten. Insbesondere Max Kramer sorgte in dieser Phase dafür, dass er sich neben Patrick Wischnewski ein Sonderlob vom Trainer einhandelte. „Überhaupt haben wir am Ende eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt. Allein 43 Assists sprechen eine deutliche Sprache“, analysierte Raphael Wilder. „Ich bin froh, dass wir diese Begegnung gewonnen haben.“
0mitdiskutieren