Schwelm in Gevelsberg erfolgreich

Foto: Michael Scheuermann

Gevelsberg..  Als es um den Pokal ging, war die Halle West in Gevelsberg fast leer. „Enttäuschend“, nannte Bernd Wielga vom veranstaltenden FSV Gevelsberg den Besuch am zweiten Turniertag. Am ersten soll er deutlich besser gewesen sein. Und die wenigen, die ausgeharrt hatten, sahen am Ende, wie sich der VfB Schwelm im Finale gegen den Gastgeber den „Wiegand Cup“ schnappte.

„Ein verdienter Sieg der Schwelmer“, gratulierte auch FSV-Trainer Sadat Dautovic, der allerdings im Finale auf seinen besten Spieler, Dennis Niggeloh, wegen einer Verletzung weitgehend verzichten musste. Doch auch die Schwelmer hatten nicht ihre Bestbesetzung aufgeboten und statt dessen jungen Nachwuchsspielern eine Chance gegeben. Mit Erfolg, denn das Team von Trainer Bastian Zarnekow zeigte konstant gute Leistungen, stand am Ende mit ganzen zwei Gegentoren in xx Turnierspielen zu recht auf dem Siegerpodest.

Im Finale wirkten die Kreisstädter motivierter, waren schneller und griffen früher an. So lagen sie nach neun Minuten mit 3:0 in Führung. „Auf was wartet der FSV denn?“ kam da die Frage von den dünn besetzten Rängen. Und die beantworteten die Gevelsberger mit zwei Treffern in 40 Sekunden zum 2:3. Doch das war nur ein kurzes Aufbäumen, schnell war der VfB wieder Herr der Lage und sorgte mit dem vierten Treffer eine Minute vor dem Ende für die Entscheidung.

FSV spielt das bessere Halbfinale

Zuvor hatte der FSV Gevelsberg das bessere Halbfinale gespielt, als sein Endspielgegner. 3:0 hieß es nach acht Minuten gegen die SpVg Linderhausen, die es mit zwei Treffern jedoch noch einmal spannend machte. Der VfB Schwelm dagegen geriet gegen BW Voerde erst einmal in Rückstand, um mit zwei Treffern in der vorletzten Spielminute alles klar zu machen.

Mit einer Turnierabsage hatte der Veranstalter leben müssen. Blau-Weiß Haspe hatte abgesagt, dafür stellte der FSV Gevelsberg eine dritte Mannschaft. Und die schlug sich überraschend gut, gewann das Auftaktspiel gegen TuS Ennepetal II mit 2:1 und holte gegen den SV Büttenberg beim 1:1 den vierten Punkt, der den dritten Gruppenplatz vor Ennepetal einbrachte.

Am Ende war Bastian Zarnekow, der am Niveau der meisten Spiele keinen Gefallen fand („Das ist viel schwächer als zuletzt in Sprockhövel“), natürlich zufrieden. „Die Qualifikation ist geschafft, und wir haben den Pott“, freute er sich. Sadat Dautovic, Zarnekows Pendant auf Gevelsberger Seite, war mit dem Verlauf für seine Mannschaft bis zum Endspiel ebenfalls zufrieden. „Wir haben überhaupt nicht in der Halle trainiert und uns von Spiel zu Spiel gesteigert“, stellte er fest.

Einige FSV-Spieler hatten sich schon auf ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Trainer Oliver Gottwald gefreut. Doch die TSG Herdecke trat ohne ihren neuen Coach an. Torwart Thomas Krause, der Gottwald zum TuS Heven gefolgt war, gab sein Debüt nach der Rückkehr zum FSV am Sonntag. Am Samstag hatte Felix Bremer das Tor der Gevelsberger gehütet.