Schwelm in direkten Vergleichen gegen Lich und Langen vorn

Hat viel Arbeit: Baskets-Trainer Omar Rahim.
Hat viel Arbeit: Baskets-Trainer Omar Rahim.
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm..  Einen schlechten Lauf haben derzeit die EN Baskets Schwelm in der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Süd. Sorgen, dass die Playoff-Qualifikation in den kommenden drei Begegnungen verspielt wird, müssen sich die Kreisstädter nicht wirklich machen. Sorglos in die Duelle gegen Würzburg, in Karlsruhe und gegen Speyer dürfen die Mannen um Trainer Omar Rahin sicher nicht.

Dritte Niederlage in Folge

In Lich bei den BasketBären gab es immerhin die Erfolgsmeldung, dass das direkt Duell gewonnen wurde. Gleiches gilt auch mit dem Vergleich gegen TV Langen. Zwei Siege setzte es gegen den Neunten. Der letzte Erfolg datiert übrigens vom 24. Januar, so dass Schwelm in Hessen am vergangenen Karnevalssonntag nicht die fünfte, sondern die dritte Niederlage in Folge kassierte.

Beide Vergleiche sind aus Schwelmer Sicht wichtig. Denn die ersten acht Mannschaften platzieren sich für die Playoffs. Schwelm rangiert auf dem achten Rang mit 18 Punkten. Langen und Lich folgen mit vier Zählern Rückstand. Schlimmstenfalls verliert Schwelm alle drei Spiele, sowohl Langen (gegen Rhöndorf, Weißenhorn und Würzburg) als auch Lich (gegen Saarlouis, Iserlohn und Frankfurt) gewinnen alles in der Rest-Hauptrunde. Dann wäre der Playoff-Traum ausgeträumt. Möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich – zumal Schwelm sich auf alle Fälle gegen den Vorletzten Saarlouis behaupten müsste. Andererseits sind Langen gegen den Zweiten Weißenhorn und Lich gegen Spitzenreiter Iserlohn klare Außenseiter. Nur am Rande: Langen gewinnt das direkte Duell gegen Lich.

Klar ist aber auch, dass die Schwelmer in den nächsten Tagen und Wochen intensiv an ihrer Form, vor allem an der Abwehrleistung, arbeiten müssen. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, so Omar Rahim nach der unnötigen Niederlage am Sonntagabend in Lich. „Aber wir sind noch lange nicht da, wo ich hin will.“ Gegen Lich zeigte die Defensive zunächst eine passable Leistung, kassierte in den ersten 20 Minuten nur 29 Punkte. Damit kann man in der zweiten Liga leben. Nur, was nach dem Seitenwechsel in der Schwelmer Defensive geschah, ärgerte Rahim. „Unsere Zone war teilweise offen wie ein Scheunentor“, monierte der Baskets-Trainer. Dazu agierten seine Jungs im Angriff zu überhastet, nahmen sich oft Versuche zum Dreier, wo eher ein Abspiel angesagt gewesen wäre. „Dadurch kommt die schlechte Quote zustande“, so Omar Rahim. „Denn wenn wir getroffen haben, dann war dies aus guten Positionen, dann war die Leistung okay.“

Richtige Einstellung fehlte

Immerhin aber hat es Schwelm geschafft, den gegnerischen Topscorer Jermale Jones weitestgehend in Schach zu halten. Das hat schließlich nicht gereicht. Denn auch die richtige Einstellung fehlte. „Diese war überhaupt nicht vorhanden, um den spielerisch nicht unbedingt herausragenden Gegner zu kontrollieren“, so Omar Rahim. Dagegen kämpften die BasketBären – etwas, was die Baskets vermissen ließen. Vor allem nach der Pause haben die Schwelmer den Kampf gar nicht erst angenommen.

Der Baskets-Coach Omar Rahim resümierte: „Ich höre mir jede Woche irgendwelche Sprüche und Aussagen der Spieler an, teilweise Verbesserungsvorschläge. Ich brauche keine Schlaumeier, sondern Gewinnertypen.“