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Schwelm bangt um Virgil Matthews

31.10.2008 | 00:06 Uhr

Die Sorgenfalten auf der Stirn von Raphael Wilder werden nicht geringer. Vor der Partie gegen Bayer Uerdingen (Sonntag, 19.30 Uhr, Halle West) bangt der Trainer der Schwelmer Baskets um den Einsatz von Virgil Matthews.

Virgil Matthews hat bislang allen Grund zur Jubelpose ghabt, spielt eine Riesensaison. Für Sonntag ist sein Einsatz allerdings fraglich. (Foto: Michael Scheuermann)

Nach den Leistungsträgern Benni Rust und Toffer Speier hat es nun also auch noch den Kopf der Schwelmer Mannschaft erwischt. Matthews, der bislang eine Riesensaison hingelegt hat, schwoll das schon einmal operierte Knie bereits am letzten Freitag an, weshalb er in Hagen auch nicht die sonst gewohnte Spielzeit erhielt. In dieser Woche nun konnte er bislang noch nicht trainieren, war ein Fall für die medizinische Abteilung. Dr. Günter Schmitz verschaffte ihm schnell einen Untersuchungstermin, regelmäßig wird Matthews von Physiotherapeutin Rachel Niehaus behandelt.

Matthews hat offensichtlich einen Knorpelschaden, doch ist noch nicht geklärt, wie schwerwiegend dieser ist. Wilder hofft ebenso inständig wie der Rest der Truppe, dass es sich um eine Schwellung in Folge einer Überbelastung handeln möge. So oder so ist noch nicht klar, ob Matthews am Sonntag mitspielen kann.

Da ist es sicherlich beruhigend, dass Benni Rust sich wieder fit gemeldet hat und auch Toffer Speier den Umständen entsprechend okay ist. Bei einem Ausfall von Matthews müssten sich Kris Krzyminski, Richard Jurczuk und Achim Beiersmann den Aufbau teilen.

Unabhängig von Matthews' Verletzung nimmt Wilder den Gegner erst, obwohl dieser nach seinem Auftaktsieg über Bielefeld sieben Niederlagen kassiert hat. Darunter waren aber auch ganz knappe Dinger gegen Spitzenteams. So hieß es nur 96:98 gegen Grevenbroich, beobachtete Wilder das Spiel gegen Leverkusen (70:81), in dem der Außenseiter mit 61:61 ins letzte Viertel ging.

"Wir schauen nicht auf die Tabelle, spielen gegen jede Mannschaft so, als ob die auf Platz eins steht", sagt Wilder. Der Coach trichtert den Spielern immer wieder ein, jeden Gegner ernst zu nehmen. Unabhängig davon lautet die Parole für Sonntag: "Wir wollen gewinnen und wir werden gewinnen." Ob mit oder ohne Virgil Matthews.

Von Frank Winter

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