Schützenhilfe erforderlich
13.02.2012 | 14:58 Uhr 2012-02-13T14:58:00+0100
Schwelm.Wie schon gegen die Tiger aus Hannover haben die Schwelmer Baskets auch gegen die Hertener Löwen eine bärenstarke Vorstellung geboten. Die Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte scheinen den Schwelmern zu liegen. Nur der Vierte im Bunde, Rasta Vechta, bildet da die Ausnahme von der Regel.
Gegen die ersten drei Mannschaften der Tabelle – Hannover, Braunschweig und Herten – haben die Baskets den direkten Vergleich gewonnen. Doch um auf den angepeilten vierten Rang zu kommen, benötigen die Baskets fremde Hilfe. Da der direkte Vergleich mit den West-Niedersachsen mit zwei Niederlagen zu Ungunsten der Schwelmer ausfällt, muss Vechta schon zweimal verlieren, um die Baskets vorbeiziehen zu lassen. Zudem darf sich Schwelm keinen Ausrutscher erlauben. Fast wäre Bayer Leverkusen am Wochenende zum Helfer geworden, doch die Farbenstädter unterlagen in Vechta am Ende knapp 75:79, nachdem sie drei Minuten vor dem Buzzer beim 71:70 einmal in Führung lagen. In der spannenden Schlussphase hielt Bayer stets Kontakt, aber spätestens als Marcus Smallwood sechs Sekunden vor Ende seinen 15. Rebound einsammelte und nach schnellem Leverkusener Foul seine zwei Freiwürfe zum 77:73 verwandelte, war die Partie entschieden.
Ein Blick auf das Scouting zeigt, dass die Baskets erneut in den Rebounds als Sieger vom Feld gingen. Noch deutlicher fällt der Vergleich bei den Freiwürfen aus. Mit 70 zu 48 Prozent waren die Schwelmer von der Freiwurflinie deutlich sicherer. Die Assists gingen ebenfalls mit 22 zu 6 auf das Konto der Gastgeber. Dies unterstreicht das perfekte Mannschaftsspiel.
So sieht auch Trainer „Raffi“ Wilder in seiner Mannschaft, dass die deutschen Spieler nahtlos an die US-Importe anknüpfen. Alle Spieler kamen gegen Herten zum Einsatz und erfüllten ihre Aufgabe gut. Einen rabenschwarzen Tag attestierte Hertens Coach Boris Kaminski seiner Mannschaft. „Schlechter als heute in Schwelm kann man nicht spielen. Wir wollten versuchen Jason Smith an den Dreiern zu hindern. Wir haben die ganze Woche die Verteidigung von der Dreier-Linie trainiert, aber einfach miserabel umgesetzt. Es tut mir vor allem für die zahlreich mitgereisten Fans leid“, so Kaminski.
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