Schlusslicht will das Feld von hinten aufrollen

Die erneuerte Truppe der Schwelmer Fußball Jungens um den neuen Trainer Dieter Hölzel (hinten l.).
Die erneuerte Truppe der Schwelmer Fußball Jungens um den neuen Trainer Dieter Hölzel (hinten l.).
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm..  Sie sind im vergangenen Sommer erstmals an den Start gegangen – in der Fußball-Kreisliga C, Gruppe 3. Der Spaß sollte im Vordergrund stehen. Doch im Laufe der Saison gab es dermaßen kräftige Schlappen, dass der Spaß eigentlich nicht wirklich nach vorne kam. Die Schwelmer Fußball Jungens erhielteb im vergangenen November gar das „Zertifikat“ als schlechteste deutsche Mannschaft daher zu kommen. Spätestens mit dem Start in die Rückrunde hat sich dies kräftig geändert.

Nach Hinrunde 16:162 Tore

Die Bilanz der Hinrunde war niederschmetternd, das konnte nicht wirklich Spaß gemacht haben. Kein Sieg. Kein Remis. 16:162 Tore. Das machte einen Schnitt von weniger als einem erzielten Treffer und von 9,5 Gegentoren pro Spiel. Die Schießbunde der Liga. Da traten Oliver Brunheim mit fünf, Chanon Sriphon mit drei und Julian Waschinksi mit zwei Treffern auf der Habenseite als beste Totschützen der Kicker von der Schwelmer Rennbahn hervor.

Die Kreisstädter haben in der Winterpause reagiert. Haben mit Dieter Hötzel einen neuen Trainer verpflichtet. Dazu gab es etliche Neuzugänge. Und mit Osmon Cömez, Denis Los, Fabio Rampin, Felix Bergmann und Kevin Kretz kamen gleich derer fünf zum Einsatz, als die Rückrunde am vergangenen Sonntag angfpiffen wurde. Die Maßnahmen wurden belohnt – mit dem 1:1 (1:1)-Unentschieden gegen den Hiddinghauser FV II. Am Rande: Im Hinspiel setzte es noch eine 0:17-Niederlage.

Allerdings deutete sich in den ersten Minuten an, dass es durchaus wieder zu einer herben Niederlage kommen könnte. Denn Adrian Adamski, der beim HFV in vergangenen Spielzeiten durchaus zur ersten Garnitur zählte, hatte die Gäste bereits nach drei Minuten in Führung gebracht. Könnte. Denn die Schwelmer Fußball Jungens fingen sich, stabilisierten sich, ließen zwar Chancen, aber keine Tore der Gäste aus Hiddinghausen zu. Mehr noch: Kurz vor der Pause schaffte es Neuzugang Fabio Rampin, den1:1-Ausgleich zu erzielen. Es war schließlich der Endstand, es war der viel umjubelte erste Punktgewinn in der Saison, in der Vereinsgeschichte für die erste Garnitur.

Mit dem Team ist zu rechnen

Keine Frage, dass mit den Schwelmer Fußball Jungens in der verbleibenden Rückrunde zu rechnen ist. Vorbei die Zeit, so sieht es derzeit aus, dass die Kreisstädter von der Rennbahn als Tore- und Punktelieferant herhalten müssen.

Die Schützlinge von Trainer Dieter Hötzel machen sich also auf, den letzten Platz der Liga zu verlassen. Im anstehenden März könnten die neue Stärke aus Schwelm Ararat II, Wengern II, Silschede III, VfB II und Haßlinghausen II zu spüren bekommen. Insbesondere auf den 22. März blicken die „Jungens“. Denn an dem Sonntag kommt die Reserve des VfB Schwelm zur Rennbahn. Dem Vernehmen nach ist besoners hier eine Rechnung noch offen – wenngleich die Mannschaft eigentlich gegen jeden der 17 Gegner eine offene Rechnung haben dürfte.

Mit dem Punktgewinn sind die Schwelmer Fußball Jungens um den Vorsitzenden Michael Schumacher („Wir haben uns zeitweise mit 60 Leuten auf einem Bolzplatz getroffen“, sagt er über die Anfänge) auf den 2909. Platz der sogenannten „Top 100“-Liste des „reviersport“ vorgerückt. Insgesamt sind dort 2914 Mannschaften erfasst.