Sander rast in den Rocky Mountains als bester Deutscher über Ziellinie

Ziemlich ausgelaugt als bester Deutscher in der Abfahrt im Ziel: Andreas Sander.
Ziemlich ausgelaugt als bester Deutscher in der Abfahrt im Ziel: Andreas Sander.
Foto: dpa

Ennepetal/Beaver Creek..  Beim Höhepunkt der diesjährigen alpinen Ski-Weltmeisterschaften, der Abfahrt der Männer, zeigt Andreas Sander am Samstag eine gute Leistung. Beim Sieg des Schweizer Patrick Küng in den Rocky Mountains im US-amerikanischen Beaver Creek fährt der Westfale auf Platz 17 – wie schon am Donnerstag beim Super G als bester Deutscher.

Wie nah der 25-Jährige inzwischen der absoluten Weltspitze gekommen ist, zeigt dabei ein Blick auf die Abschnittszeiten. Im zweiten Abschnitt der Raubvogel-Piste wurde der Ennepetaler Dritter, im vierten von vier Abschnitten gelang ihm die fünfbeste Zeit. Leider verhinderte ein Fehler im dritten Teilabschnitt das Resultat unter den Top 10.

DSV-„Chef“ Maier nicht unzufrieden

Somit spielten die deutschen Speedfahrer insgesamt wieder nur eine Nebenrolle. Wie im Super-G schafften es Andreas Sander, Josef Ferstl (22.) und Klaus Brandner (27.) allesamt nicht wie erhofft in die Top 15. „Das ist ungefähr der Bereich, in dem wir im Augenblick stehen“, sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier und war nicht unzufrieden. Es sei nicht schlecht gewesen, „man muss so ein Thema auch normal betrachten können“.

Mit der eigenen Fahrt war Andreas Sander weitestgehend zufrieden und erzählte im ZDF: „Leider war die Strecke unten raus ein bisschen weich. Eigentlich war es ein guter Lauf, leider habe ich einen Fehler gemacht.“

Gesonderte FIS-Punkte

Etwas überraschend ist mit der Abfahrt die Weltmeisterschaft für den Athleten der SG Ennepetal noch nicht vorbei. Denn gestern startete er noch in der Kombination (Ergebnis siehe überregionaler Sport und Info-Box). Grund ist, dass für die Abfahrt gesonderte FIS-Punkte vergeben werden. Der Wahl-Oberstdorfer hat so eine Möglichkeit, seine hohe Startnummer im Weltcup zu verbessern. Im Vorfeld dämpfte Sander Hoffnungen für die Freunde des Westfalen in der Kombi-Wertung: „Slalom bin ich in den letzten Jahren wenig bis gar nicht gefahren.“ Was Sander damit höflich umschreibt: Abfahrer haben in der Abfahrt nicht die Möglichkeit annähernd die Zeit rauszufahren, die sie im Slalom auf die guten Slalom-Fahrer verlieren.