Sander ist als bester Deutscher im Super G mit Leistung unzufrieden

Bester Deutscher im Super G bei der Ski-WM: Andreas Sander.
Bester Deutscher im Super G bei der Ski-WM: Andreas Sander.
Foto: dpa

Ennepetal/Beaver Creek..  Alles andere als zufrieden war Andreas Sander mit dem Ausgang des Weltmeisterschafts Super G von Beaver Creek. Beim Sieg des Österreichers Hannes Reichelt kam der Ennepetaler Skirennfahrer als Bester des deutschen Trios auf Platz 23. Sander: „Das ärgert mich wirklich, weil heute mehr drin gewesen war.”

Andreas Sander wollte dabei auch nicht gelten lassen, dass sein Lauf unter schlechtesten Vorzeichen stand. Gerade als sich der Athlet der SG Ennepetal im Starthaus abstoßen wollte, kam der vor ihm startende Ivica Kostelic im Zielhang zu Fall. Andreas Sander wurde fünf Sekunden vor dem eigenen Start zurückgeholt. Erst nach fünfminütiger Pause ging es weiter. „Natürlich stört das ein wenig die Konzentration. Aber daran lag es nicht.”

Zwei individuelle Fehler sorgten dafür, dass „ich die Chance auf Top 15 habe sausen lassen.“ Sanders Ehrgeiz in allen Ehren, aber man muss zur Kenntnis nehmen, dass sich der Westfale seit Jahren in der Abfahrt leichter tut als im Super G. Besser als Platz 23 war Andi im Weltcup erst einmal mit Platz 18 vor drei Jahren.

Eigentlich sollte der Super G bereits am Mittwoch ausgetragen werden. Bereits früh hatte sich die Verschiebung auf den Donnerstag angedeutet. Schneefall und Nebel machten die Austragung unmöglich. Andreas Sander hatte die Absage gewohnt gelassen zur Kenntnis genommen: „Damit haben wir ja gerechnet.“

Samstag startet die Abfahrt

Nun heißt es für den Wahl-Oberstdorfer volle Konzentration auf die Abfahrt. Diese findet am Samstag statt. Am heutigen Freitagabend (laut Plan ab 21.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit) steht das Abschlusstraining auf dem Programm. „Mir geht es jetzt darum, das gute Gefühl vom ersten Training zu bewahren und mich konzentriert auf das Rennen vorzubereiten.“

Besuch von den Eltern

Unterdessen freut sich Andreas Sander über Besuch aus der Heimat. Vater Michael und Mutter Ingeborg sind inzwischen aus Ennepetal angereist und werden ihren Sohn tatkräftig unterstützen. Seine Mutter ist sogar in Doppelfunktion angereist. Neben der familiären Bande ist Ingeborg Sander nämlich auch Vorsitzende der Skigemeinschaft Ennepetal, dem Heimatverein des WM-Teilnehmers.