Renji zeigt Respekt vor Konterstärke

Björn Sobotzki
Björn Sobotzki
Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal..  40 Punkte sind zwar schön, aber der TuS Ennepetal will in dieser Saison noch mehr. 43 waren es in der letzten Spielzeit – und das möchte Trainer Imre Renji gerne toppen. Drei Spieltage mit zwei Heimspielen sind es noch, da ist es klar, dass die Ennepetaler gegen den FC Gütersloh im eigenen Stadion auf Sieg spielen wollen, um die Ausbeute des Vorsaison zu egalisieren.

Dass die Personalsituation angespannt ist, das ist dabei kein Grund mit weniger als drei Punkte zufrieden zu sein. Denn das war sie in den letzten Wochen ja eigentlich dauernd. Trotzdem gelang es dem TuS immer wieder erfolgreich zu sein. Diesmal ist es Maik Bollmann, der mit einer Gelbsperre ausfällt. Für ihn kann jedoch Björn Sobotzki nach seiner Gelbrot-Sperre wieder auflaufen. Kann – denn der Polizeibeamte, den alle nur „Pommes“ rufen, hat sich im Training eine Verletzung zugezogen. „Ich hoffe auf seinen Einsatz“, sagt Imre Renji. Genau wie auf den von Michael Kupilas, der ebenfalls angeschlagen ist. Zudem ist noch nicht klar, ob Giovanni Federico morgen auflaufen wird. „Das wird sich erst kurzfristig entscheiden“, so der TuS-Trainer. Ein weiteres Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Robin Hoffmann, der unter der Woche krank war. Sicher nicht mit dabei sind die Urlauber Niklas Ester und Mike Hibbeln sowie der verletzte Sebastian Krause. Auf Spieler der U19 kann Imre Renji diesmal nicht zurückgreifen, da sie bekanntlich am Sonntagvormittag in Erndtebrück das „Endspiel“ um den Landesliga-Aufstieg bestreiten.

TuS hat noch etwas gutzumachen

Vor dem Gegner hat Coach Renji gehörigen Respekt. Er erinnert sich an ein Hinspiel auf Augenhöhe, das knapp mit 0:1 verloren ging, in dem der TuS aber durchaus einen Punkt verdient hatte. Insofern haben die Ennepetaler also durchaus auch etwas gutzumachen.

Doch das wird alles, nur kein Selbstläufer. „Gütersloh steht sehr kompakt und hat schnelle Leute fürs Konterspiel“, urteilt Renji. Zuletzt setzte die Mannschaft nach fünf Niederlagen in Folge – darunter ein 2:3 daheim gegen Westfalia Herne – mit einem 1:1-Remis beim SV Lippstadt mit einer kämpferisch starken Leistung ein Ausrufezeichen. Abwehrspieler Simon Schubert hatte seine Farben dabei in Führung gebracht. Am Ende hielt das Bollwerk gegen energisch anstürmende Lippstädter.

Güterslohs Trainer Heiko Bonan zeigte sich nach der Partie in Lippstadt vollauf zufrieden, als er feststellte: „Wir haben heute den entscheidenden Punkt für den Klassenerhalt gegen eine richtig gute Mannschaft geholt.“