Renji erwartet heißen Tanz um die Punkte

Oberliga-Torjäger Nummer eins, Stefan Oerterer (Mitte), kommt am Ostermontag ins Bremenstadion.
Oberliga-Torjäger Nummer eins, Stefan Oerterer (Mitte), kommt am Ostermontag ins Bremenstadion.
Foto: WAZ FotoPool

Ennepetal..  Spiele zwischen dem TuS Ennepetal und der SpVgg. Erkenschwick boten zuletzt immer eine besondere Brisanz. Und so wird es auch am Ostermontag einen heißen Tanz um die Punkte geben. Davon ist jedenfalls TuS-Trainer Imre Renji fest überzeugt.

„Vom letzten Spiel im September ist einiges hängen geblieben“, berichtet Renji. Kein Wunder, denn da gab es in der Nachspielzeit einen höchst umstrittenen Strafstoß, den die Stimberg-Elf zum 1:0-Sieg nutzte. Mehr noch: Mit Robin Gallus und Christian Hausmann sahen zwei Ennepetaler Rot, die zum Elfmeterpfiff erhöhten Diskussionsbedarf angemeldet hatten. Klar, dass die Renji-Schützlinge jetzt im Rückspiel auf Revanche brennen.

Ennepetal seit vier Spielen unbesiegt

In die Partie gehen sie sicher nicht als krasser Außenseiter. Denn in den letzten vier Spielen sind die Klutertstädter unbesiegt geblieben und haben acht Punkte geholt, dabei in den letzten beiden Spielen jeweils einen Rückstand noch zum Sieg gedreht. Die Bilanz der Erkenschwicker sieht deutlich schlechter aus: Viermal sieglos und nur zwei Punkte waren ihre Ausbeute vor dem Nachholspiel in Stadtlohn am Gründonnerstag, das sie allerdings mit 2:0 gewannen.

Doch Imre Renji weist darauf hin, dass in den letzten Partien jeweils Teams aus dem unteren Tabellendrittel Gegner seiner Mannschaft waren. Mit Erkenschwick kommt nun ein Team, das in der Tabelle besser platziert ist und fünf Zähler mehr geholt hat als die Ennepetaler. „Da wird es nicht so leicht einen Rückstand zu drehen“, weiß Renji und fügt hinzu: „Deshalb müssen wir erst einmal Gegentore vermeiden.“

Im Personalbereich gibt es beim TuS auch diesmal wieder reichlich Baustellen und viele Fragezeichen. Maik Bollmann musste zuletzt mit einer Zerrung ausgewechselt werden. Ob Giovanni Federico und Kai Strohmann spielen können, wird sich erst am Sonntag entscheiden. Zudem sind Sebastian Krause, Robin Gallus und Yükcl Kota angeschlagen. Und Leon Enzmann, der beim letzten Spiel in Neuenkirchen in den letzten fünf Minuten sein Comeback feierte, soll behutsam aufgebaut werden, damit er nicht erneut ausfällt.

Gäste gewinnen Nachholspiel

Beim Gegner ist die Stimmung nach dem mit viel Leidenschaft und Moral erkämpften 2:0 (0:0)-Erfolg im Nachholspiel am Gründonnerstag bei Aufsteiger SuS Stadtlohn deutlich gestiegen. Die Treffer fielen erst nach dem Seitenwechsel, als Deniz Batman per Freistoß (53.) sowie Stefan Oerterer in der vierten Minute der Nachspielzeit erfolgreich waren.

Oerterer, von seinen Fans nur kurz „Ö“ gerufen, ist der gefährlichste Angreifer der Stimberger und der gesamten Liga. Bisher traf der 27-Jährige, der bereits seit 2009 für Erkenschwick spielt, 19-mal. Da wird es für die TuS-Abwehr Alarmstufe „Rot“ geben, wenn der beidfüßig agierende aus der Jugend des SC Westfalia Herne hervorgegangene Mittelstürmer in Strafraumnähe auftaucht.