Renji-Elf mit Außenseiterchance

In Ennepetqal wird Erndtebrücks „Last-Minute“-Zugang aus der Regionalliga, Waldemar Schattner, erstmals eingesetzt.
In Ennepetqal wird Erndtebrücks „Last-Minute“-Zugang aus der Regionalliga, Waldemar Schattner, erstmals eingesetzt.
Foto: WP

Ennepetal..  Die Stimmung beim TuS Ennepetal ist gut, der Tabellenzweite aus dem Wittgensteiner Land kann kommen. Aber auch mit dem Rückenwind des Erfolges aus dem Nachholspiel am letzten Sonntag gegen die Hammer Spvg. ist die Elf von Trainer Imre Renji gegen den Namensvetter aus Erndtebrück nur Außenseiter.

„Aber wir wollen sehen, dass wir den Gegner ärgern können und die Null möglichst lange halten“, sagt Renji und fügt hinzu: „Und dann wollen wir natürlich die wenigen Chancen, die wir bekommen werden, zum Torerfolg nutzen.“

Soweit die Wunschvorstellung. Doch Imre Renji ist ja auch Realist und hat eine hohe Meinung vom Gegner. „Im Hinspiel hat Erndtebrück schon bärenstark gespielt“, erinnert er sich, „ich habe selten eine derart starke Mannschaft in der Oberliga gesehen.“

So erwartet der Coach auch ein ganz anderes Spiel als beim 1:0-Sieg vor Wochenfrist gegen Hamm. „Erndtebrück ist ein ganz anderes Kaliber, spielt viel variabler und ist mannschaftlich gefestigt“, weiß er. Zudem haben die Südwestfalen auch einen ganz anderen Unterbau als die Klutertstädter, spielt die zweite Mannschaft doch nur eine Klasse tiefer in der Westfalenliga. Da heißt es also erst einmal die Schotten dicht machen und den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lassen.

Stark waren die Erndtebrücker ohnehin, doch in der Winterpause haben sie sich auf den letzten Drücker noch verstärkt. Waldemar Schattner wechselte ablösefrei vom Regionalligisten KFC Uerdingen, für den er in dieser Saison sieben Spiele absolviert hat, an den Pulverwald. Der 26-jährige Defensivspezialist ist in Südwestfalen kein unbeschriebenes Blatt, spielte ab 2011 zweieinhalb Spielzeiten für die Sportfreunde Siegen. Davor kickte der Deutsch-Kasache unter anderem für den Wuppertaler SV und Alemannia Aachen.

Auch ohne Hoffmann und Enzmann

Beim TuS Ennepetal werden neben den Langzeitverletzten Abdulah El Youbari und Kai Strohmann auch Robin Hoffmann und Leon Enzmann passen müssen. Ob Mike Bollmann auflaufen kann, wird sich erst noch entscheiden. „Da werden wir wieder einige junge Spieler aufbieten“, erklärt Imre Renji, wie er die Lücken schließen will.

Dass die Partie auf Kunstrasen ausgetragen werden muss (der Naturrasen im Bremenstadion ist noch gesperrt), sieht der Ennepetaler Trainer als Vorteil für die Gäste: „Auf Kunstrasen sind sie ja eingespielt.“

Erndtebrücks Trainer Florian Schnorrenberg hat mit seinem Team in der Testphase Flexibilität gezeigt und taktisch einiges probiert. So die Umstellung der Vorrunden-Spielweise vom 4-4-2 auf
4-1-4-1. Ob er dies auch im ersten Rückrundenspiel am Sonntag im Ennepetaler Bremenstadion anwenden wird, lässt der Coach offen. Personell kann Schnorrenberg aus dem Vollen schöpfen – wenn da nicht die angeschlagenen Torhüter wären. Florian Hammel aber genießt das Vertrauen seines Trainers.