Radomirovic setzte auf die Jugend

Verlässt die EN Baskets Schwelm: Till von Guionneau.
Verlässt die EN Baskets Schwelm: Till von Guionneau.
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm..  Es war ein erster Eindruck, den einige der Fans erhielten. Beim Treffen mit einigen Protagonisten des Basketball-Zweitligisten EN Baskets Schwelm wusste der neue Trainer Miodrag Radomirovic, der von allen einfach nur „Pure“ gerufen wird, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Arbeit vor allem mit deutschen Spielern, mit Talenten aus der RE-Jugend sowie der intensive Kontakt mit den Fans nannte Radomirovic als künftige Schwerpunkte.

Dabei bezeichnete „Pure“ Schwelm als eine Heimat für ihn. Immerhin kenne er die Stadt, war überdies jahrelang in Hagen engagiert – und er kenne den Baskets-Geschäftsführer Omar Rahim noch als Kind, welches den Basketball seinerzeit erlernte. Wert legt der neue Head-Coach, der seit 36 Jahren als Basketball-Trainer arbeitet (davon 22 Jahre in ersten und zweiten Ligen) auf Kontinuität. Ein Grund für die Verpflichtung von zwei Jahren. Aber auch viele Spieler sollen längerfristig an die Baskets gebunden werden. Radomirovic zeigt sich froh darüber, dass die Baskets mit Omar Rahim und Frank Herzbruch ebenfalls Wert auf Kontinuität legten. „Es wird viel zu viel auf kurzfristige Siege geblickt“, so der Trainer. „Das ist nicht unsere Sache.“

Viele junge Spieler werden sich bei den Baskets bewähren, mit den Baskets lernen und sich fortentwickeln. Hier könnten sich perspektivisch Mirko Krieger und Vladimir Pinchuk aufdrängen, die als Youngster mit dem Nachwuchs-Bundesligisten Phoenix Hagen für Erfolge sorgten. „Sie haben das Potenzial, in zwei bis drei Jahren Leistungsträger der Baskets zu werden“, sagt Radmirovic.

Dazu werden Routiniers die Youngster führen. Sebastian Schröter und Mathias Perl, als erster und zweiter Baskets-Kapitän, sollen dies in erster Linie tun. Sie werden in der kommenden Spielzeit den verlängerten Arm des Trainers auf dem Parkett darstellen. „Beides sind wichtige Spieler in meinem System“, so Radomirovic, der in der kommenden Saison mit der Mannschaft die Playoffs erreichen will.

Von Guionneau verlässt Baskets

Übrigens gibt es mittlerweile weitere Personalien der Schwelmer. denn Flügelspieler Till von Guionneau, der bei den Try-outs unter Radomirovic gute Eindrücke hinterließ, und die EN Baskets Schwelm konnten sich nicht über eine Verlängerung seines Engagements einigen. Den gebürtigen Marler zieht es in seine Heimatstadt, wo er wohl in unmittelbarer Nähe bei einem anderen ProB-Ligisten anheuern wird. Der 21-Jährige war vom ETB Essen an die Schwelme gewechselt. Er sollte in der kommenden Saison eine wichtige Rolle im Team von „Pure“ Radomirovic übernehmen. In der Saison 2014/2015 sah es zunächst danach aus, dass er in der ProB Fuß fassen konnte. Doch zahlreiche Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück. In den letzten Partien der regulären Saison und den Playoffs kam er nur noch sporadisch zum Einsatz.

Dank an Ehrenamtliche

Klar, dass die Planungen für die neue Saison nicht abgeschlossen sind, nicht abgeschlossen sein können. Zum einen steht der komplette Kader noch nicht. Miodrag Radomirovic geht von einem 14- bis 16-köpfigen Team aus. Dazu ist die Baskets-Führung um Omar Rahim mit organisatorischen Fragen rund um die neue Halle an der Grenze zu Ennepetal beschäftigt. Vor allem baut Rahim auf die Mithilfe der Fans, um die neue Halle so optimal wie möglich als Heimat-Halle zu nutzen. „Dabei darf man nicht vergessen, allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu danken, die uns zuletzt sehr stark geholfen haben“, so Omar Rahim.