Offizieller Scout sorgt für etwas Unruhe
20.06.2007 | 09:12 Uhr 2007-06-20T09:12:34+0200(win) Für reichlich Unruhe in der Szene hat die Meldung des TuS Ennepetal gesorgt, künftig einen Scout einzusetzen, der interessante Jugendspieler anderer Vereine beobachtet. Das merkt nicht zuletzt Michael van Osten (Bild), Jugendobmann und stellvertrete
Der hatte viel zu tun, einige aufgebrachte Gemüter zu beruhigen, die einen solchen Vorgang verboten sehen wollen. "Der Tus macht nur offiziell, was viele andere auch praktizieren", stellt van Osten klar. Und das sei auch von den Statuten her keinesfalls verboten. Also müsse und könne der Kreis gar nicht einschreiten, wie von einigen gefordert wurde. Da sei die Rechtslage, so van Osten, eindeutig.
Lediglich eine Sache sei zu beachten. So hieße es in der Satzung des FLVW, dass Jugendliche nur mit schriftlicher Genehmigung ihres Vereins bei einem anderen Club mittrainieren dürfen. Andernfalls kann ein Ordnungsgeld verhängt werden.
Wichtig ist Fairness unter den Vereinen
Diese Regelung, so van Osten, habe neben dem versicherungsrechtlichen noch einen weiteren positiven Aspekt: "So ist gewährleistet, dass die Vereine miteinander sprechen und nichts hintenrum läuft."
Darin sieht Michael van Osten nämlich das eigentliche Problem. Teilweise würden Kinder zur Geheimhaltung verpflichtet, gingen die Clubs nicht offen miteinander um. Auch völliges Querstellen der alten Vereine helfe wenig: "Kinder, die wechseln wollen, werden das auch tun."
Wichtig sei allein die Fairness im Umgang untereinander. Dazu zählt van Osten auch, dass Kinder nicht mit Geldgeschenken von ihrem alten Club weggelockt würden. Eine Sportausrüstung zu stellen sei ja mittlerweile normal. Zudem sei festzustellen, dass die Frage des Platzes immer relevanter werde: "Vereine mit einem Aschenplatz haben einen echten Nachteil, aber das ist ja bei den Senioren auch so."
Kinder sollen auch qualifiziert werden
Michael van Osten wirft auch die Frage nach den Aufgaben von Kreis und Vereinen auf. "Da ist sicherlich ein gewisser sozialer Gedanke, doch gibt es auch den Leistungsaspekt." Die Kinder sollen schließlich qualifiziert werden. Das beinhalte auch den Wechsel zu höherklassigen oder größeren Vereinen zum richtigen Zeitpunkt.
Der ist sicherlich nicht leicht festzustellen. Daran wird auch ein Scout nichts ändern können, ob der nun offiziell oder inoffiziell tätig ist.(Biederbick)
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