Nur Hombergers Verletzung bereitet Sorgen

Hagen/Ennepetal..  Im Hagener Westen sorgten viele Jahre die Handball-Mannschaften des Hasper Sportvereins in der 2. Bundesliga (Frauen) und Oberliga (Männer) für tolle Spiele in der Hasper Rundsporthalle. Doch das ist lange her. In der 2. Kreisklasse dümpelt noch Jahn Westerbauer vor sich hin.

Jetzt sorgt der TV Hasperbach wieder für Furore. Als Achim Kramer (55, Foto) vor fünf Jahren wieder Leben in die Bude brachte, wurde er belächelt. Inzwischen feierte seine erste Handball-Mannschaft den dritten Aufstieg und ist momentan als punktgleicher Kreisliga-Tabellenführer neben der TG Voerde ein Kandidat für den Aufstieg in die Bezirksliga. Der Abteilungsleiter äußert sich zur Entwicklung.

WP: Herr Kramer, sind Sie überrascht vom Spitzenplatz, den die erste Männer-Mannschaft des TV Hasperbach jetzt in der Kreisliga einnimmt?

Achim Kramer: Absolut. Damit haben wir vor Saisonbeginn nicht gerechnet. Wir haben immer von einem Treppchenplatz, also Rang eins bis drei, gesprochen. Ob wir da oben bleiben, ist nach der schweren Verletzung von Alex Homberger fraglich. Alex war immerhin ein Leistungsträger in unserer Mannschaft.

Haben Sie eigentlich schon einen Plan, wenn ihre erste Mannschaft in die Bezirksliga aufsteigt, oder auch nicht?

Wir haben auch bei den bisherigen drei Meisterschaften im Vorfeld selten über den Aufstieg gesprochen. Wenn es in diesem Jahr wieder klappt, dann steigen wir auch auf, und Probleme werden gelöst. Wenn nicht, dann geht die Welt nicht unter, und es gibt einen zweiten Anlauf in der Saison 2015/16. Es gibt keinen Druck für die Mannschaft. Auch nicht für Trainer Dirk Adam, der ein zweites Jahr bei uns trainieren soll. Die Entscheidung darüber fällt in Kürze.

Momentan spricht alles von der ersten Männer-Mannschaft. Welche Teams spielen beim TV Hasperbach noch?

Wir haben noch eine zweite Männermannschaft und eine Frauenmannschaft. In der nächsten Saison wird noch eine zweite Frauenmannschaft hinzukommen.

Und im Nachwuchsbereich?

Das ist eine andere Baustelle. Zurzeit gibt es bei uns eine C-Jugendmannschaft, die auch in der kommenden Saison noch als C-Jugend spielen wird. Wie bemühen uns intensiv, die Jugend zu fördern. Doch dafür brauchst du nicht nur Spieler, sondern auch Trainer, die am frühen Nachmittag in einer Sporthalle sein können, um das Training zu leiten. Wir bleiben aber am Ball.

Als Sie vor fünf Jahren die Handballabteilung wieder zu Leben erweckt haben, waren Sie der Multifunktionär, der viele Ämter bekleidete. Sie sind bald 55, geht das weiter so?

Auf keinen Fall. Ich bin nur noch Abteilungsleiter der Handballer und Schiedsrichter. Als Spieler oder Trainer werde ich nur eingreifen, wenn es notwendig ist.

Gleich am ersten Spieltag im neuen Jahr trifft ihre Mannschaft in einem Spitzenspiel auf das Team des CVJM Gevelsberg, den Tabellenfünften mit einem Rückstand von vier Punkten. Gibt es eine besondere Vorbereitung?

Nein. Am 4. Januar spielen wir in der Rundsporthalle Haspe ein Turnier für Kreis- und Bezirksligisten. Das muss reichen als Vorbereitung. Einen Tag vorher, am 3. Januar, findet an gleicher Stelle ein Turnier für Frauenmannschaften statt.

Apropos Sporthalle. Sind sie mit der Hasper Spielstätte zufrieden?

Absolut. 100 Zuschauer im Normalfall und 150 bei Spitzenspielen waren es bisher in dieser Saison, sie werden von uns immer ordentlich mit Speisen und Getränken versorgt.