Noch vier Siege – dann ist der Aufstieg perfekt
22.04.2011 | 15:14 Uhr 2011-04-22T15:14:00+0200
Schwelm.Das ist auch nicht alltäglich. Der VfB Schwelm verlängerte jetzt den Vertrag mit seinem 63-jährigen Trainer Wolfgang Bergemann um zwei weitere Jahre. „Wir sind sehr zufrieden, er hat neues Leben in den Verein gebracht“, stellt VfB-Vorstand Helmut Hahne fest und fügt hinzu: „Mir Bergemann wollen wir das Ziel Landesliga realisieren, vielleicht schon in diesem Jahr.“
Hahne imponiert vor allem der Fleiß, den der Trainer auszeichnet: „Er hat noch kein einzige Trainingseinheit versäumt, ist immer eine Stunde früher da.“ Auch, dass Bergemann sich zusätzlich zu seiner eigentliche Aufgabe auch um die Jugend und die zweite Mannschaft kümmert, imponiert dem VfB-Vorstand. Hahne: „Manchmal trainiert er auch die zweite Mannschaft, und das hat man zuletzt gemerkt.“
Bergemann selbst gibt einen Großteil des Lobes weiter an seine Mannschaft. „Ich bin stolz auf die Jungs, die sind in bisher 152 Trainingseinheiten zusammengewachsen“, stellte er am gestrigen Morgen beim Training am Brunnen fest. „Wie man hört ist die Stimmung prima“, sagt er mitten in einen Heiterkeitsausbruch der Spieler beim Warm machen.
„Jetzt rocken wir die Liga“, lacht Bergemann und zielt damit auf den Endspurt der Liga. „Es sind noch vier Spiele – und die wollen wir alle gewinnen“, wird er wieder ernster. Mit dieser Marschroute, so sie erfolgreich absolviert wird, stünden die Schwelmer unabhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz am Ende an der Sonne und könnten schon in dieser Saison den Landesliga-Aufstieg schaffen.
Doch zunächst einmal heißt es am Ostermontag (15 Uhr) auf dem heimischen Platz am Brunnen die TSG Herdecke zu besiegen. Bergemann wäre nicht Bergemann, hätte er nicht das Nachholspiel der Herdecker bei Hedefspor Hattingen am Gründonnerstag dazu genutzt, um den Gegner zu studieren. Die Herdecker unterlagen 0:3, aber der VfB-Trainer will von einer leichten Aufgabe trotzdem nichts wissen. „Das ist eine körperlich sehr robuste und erfahrene Mannschaft“, hat er erkannt.
Personell können die Schwelmer aus dem Vollen schöpfen. Fast. „Benni Grgic bekommen wir einfach nicht fit“, bedauert Bergemann.
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