Nervenstarker Holmes sichert den Sieg
03.10.2011 | 21:00 Uhr 2011-10-03T21:00:00+0200
Schwelm/Bernau.Der Puls rast, die Spannung steigert sich fast ins Unerträgliche. Die letzten beiden Minuten haben es so richtig in sich. Und schließlich gibt es ein Happy-End für die Schwelmer Baskets mit einem Helden namens Jason Holmes. Der 25-Jährige hat in den letzten beiden Minuten mit unglaublicher Nervenstärke und sieben Punkten den 76:72 (40:32)-Sieg beim SSV Lok Bernau gerettet. Damit haben die Kreisstädter einen positiven Start nach drei Spielen in der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Nord, hingelegt.
Dabei begann die Partie verheißungsvoll für die Gäste aus Schwelm. Kapitän Kristofer Speier (8) sowie Jason Holmes (4), David Bunts (3/1), Julius Dücker (5) und Dominik Malinowski (5/1) sorgten mit ihren Punkten für einen 25:10-Vorsprung nach dem ersten Durchgang. Bis zu 19 Zählern Vorsprung (12.; 29:10) erspielte sich Schwelm. Das sah nach klarer Angelegenheit aus, alles andere als nach Hochspannung.
Doch mit dem zweiten Viertel begann die Bernauer Aufholjagd. Nicht, weil die Gastgeber stärker wurden. Vielmehr verteidigte Schwelm nicht mehr konsequent genug, die Kombinationen stimmten nicht mehr, etliche Akteure wurden zu eigensinnig.
Insbesondere im dritten Viertel gab es eine Durststrecke, die ihresgleichen sucht. Über viereinhalb Minuten gelang Schwelm kein Punkt. Bernau hatte ähnliche Offensive-Probleme, blieb „nur“ dreieinhalb Minuten ohne Zähler. So oder so: Der Vorsprung schmolz, Schwelm führte nach 30 Minuten nur noch mit 58:53, in der 32. Minute glich Bernau aus (58:58) und erzielte eine halbe Minute später gar die erste Führung (63:60). Das Spiel drohte zu kippen.
Zwei Minuten vor dem Ende schien die Situation gar ausweglos, als Bernau mit 72:69 führte. Dann kam die große Schau von Jason Holmes. Mit einem Dreier und einem Freiwurf – sein Distanzwurf war von einem Foul begleitet – hatte Schwelm mit 73:72 die Nase vorn. Trainer Raphael Wilder: „Ich bin erleichtert.“
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