Nachwuchs auf Sprung in den Zweitliga-Kader

Derzeit verletzt: RE-Youngster Mirko Krieger
Derzeit verletzt: RE-Youngster Mirko Krieger
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm..  Über die ersten Eindrücke beim und über Perspektiven für den Basketball-Zweitligisten, Pro B, EN Baskets Schwelm sowie über Nachwuchsarbeit, Talenten für die ProB und der Arbeit mit Trainer Miodrag „Pure“ Radomirovic folgend ein Gespräch mit Co-Trainer Stefan Schäfer und Geschäftsführer Omar Rahim.

Wie ist das Arbeiten mit Pure Radomirovic und dem Verein?

Stefan Schäfer: Die Arbeit mit Pure ist großartig. In jeder Trainingseinheit lerne ich dazu und nehme alles an und mit. Ich sagte zu ihm: „Er ist wie Wasser und ich wie ein trockener Schwamm, der ins Wasser fällt und alles aufsaugt“. Zusätzlich ist die Arbeit im Verein sehr professionell und die Abläufe gut organisiert, das macht das Arbeiten einfacher.

Wie ist die Zusammenarbeit mit Pure Radomirovic aus Ihrer Sicht?

Omar Rahim: Wir kennen uns schon sehr lange und schätzen uns. Das sollte passen. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir mit drei Leuten agieren. Frank Herzbruch ist sportlicher Leiter der RE Baskets und Beirat für Sport bei den EN Baskets. Wir besprechen so ziemlich alles in diesem Dreier-Gespann. Wenn wir uns nicht einig sein sollten, muss am Ende Pure entscheiden. Vor allem, wenn es um sportliche Entscheidungen geht. Da haben wir vollstes Vertrauen.

Sie sind seit Jahren Jugendkoordinator der RE Baskets. Wie sieht Ihr Trainerteam im Nachwuchsbereich für die kommende Saison aus?

Omar Rahim: Wir haben ein unheimlich starkes Trainerteam bei der RE-Jugend. Wer sich als Nachwuchsspieler ernsthaft mit Leistungssport beschäftigt und Bundesliga-Basketballer werden möchte, ist bei uns sicherlich gut aufgehoben.

Wie finden Sie die Qualität der Jugendspieler? Gibt es ein paar Talente, die es wenigstens in die Regionalliga schaffen können?

Stefan Schäfer: Die Qualität unserer Jugendspieler ist ganz ordentlich. Natürlich gibt es große Leistungsunterschiede. Ich bin aber überzeugt, dass es ein paar Spieler mit harter Arbeit den Sprung auf ein Regionalliga-Niveau schaffen können. Neben der Arbeit ist natürlich auch die körperliche Entwicklung entscheidend.

Viele Kinder denken in der U16 an die JBBL und später an die NBBL. Wie beeinflusst das Ihren Trainingsbetrieb?

Stefan Schäfer: Dass die Spieler auf dem bundesweit höchsten Niveau trainieren und spielen wollen, finde ich klasse und spricht für deren Einstellung zum Sport. Natürlich beeinflusst ein möglicher Einsatz im Training und Spiel unser Training nicht immer positiv. So ist eine Kommunikation zwischen den Trainern und den Vereinen noch wichtiger, um die Entwicklung optimal zu steuern. Wenn diese erfolgt, lassen sich Trainingseinheiten und Spiele besser planen und wir können zielgerichtet arbeiten.

Wie sind die älteren Jugendteams in Schwelm im Detail aufgestellt – Trainer und Spieler?

Stefan Schäfer: Hier in Schwelm haben wir je eine U18 und eine U16 Regionalliga-Mannschaft. Diese werden von Pure und mir gemeinsam geführt. Zusätzlich haben wir mit Michaela Rakowitz eine weitere Trainerin, die die Spieler und das Umfeld seit Jahren kennt. So kommt fast auf jeden achten Spieler ein Coach, was für die schon angesprochene Entwicklung von größter Bedeutung ist.

Welche Talente werden in absehbarer Zeit vielleicht in der ProB spielen können?

Stefan Schäfer: Derzeit sind mit Karl Mamady Dia und Dominik Stodolski zwei Spieler im Pro B Training, die dem fiktiven U20-Jahrgang angehören. Zusätzlich ist mit unserem U18-Nationalspieler Vladimir Pinchuk ein weiterer Spieler im Kader. Alle drei entwickeln sich prächtig und besonders vom „Wowa“ werden wir in den nächsten Jahren einiges hören. Aus unserer aktuellen Jugend präsentieren sich Guard Filip Ugrenovic und Forward Jan-Luca Göttker mit steil nach oben gerichteten Entwicklungen. Darüber hinaus ist der eine oder andere U16-Spieler ein möglicher Kandidat für unsere Bundesliga-Mannschaft. Namen möchte an dieser Stelle nicht nennen, um den Druck der Jungs nicht künstlich zu erhöhen.

Glauben Sie, dass Mirko Krieger und Vladimir Pinchuk feste Bestandteile der ProB werden können?

Omar Rahim: Mirko Krieger ist aktuell verletzt und wird lange pausieren müssen. Aber wenn er wieder da ist, wird ihn Pure schon fit machen. Er ist genau der richtige Coach für solch einen jungen Spieler. Mirko wird seinen Weg in der ProB-Mannschaft schon machen, da er auch die richtige Einstellung hat. Klar wird er auf hohem Niveau auch Fehler machen. Diese sind aber einkalkuliert. Vladimir Pinchuk ist in den letzten Jahren vieles zugefallen. Er ist groß und hat Talent. Das reicht aber bald nicht mehr. Er muss noch lernen, ein Leistungssportler zu werden und sein Leben entsprechend auf seine sportliche Entwicklung auszurichten. Das muss er aber schnell hin bekommen, sonst wird seine Entwicklung stagnieren. Aber auch da ist unser neuer Trainer der richtige Ansprechpartner.