Nach Start-Schwierigkeiten beenden Baskets Schwelm die Negativ-Serie

Top-Scorer der Baskets: Kapitän Sebastian Schröter.
Top-Scorer der Baskets: Kapitän Sebastian Schröter.
Foto: Michael Scheuermann

Saarlouis/Schwelm..  Geschafft! Die Negativ-Serie in der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Süd, haben die EN Baskets Schwelm gebrochen. Nach drei Niederlagen in Folge gelang zu Auftakt des Kalender-Jahres bei Saarlouis Royals ein 77:67 (18:20, 19:18, 20:10, 20:19)-Sieg.

Dabei waren die Voraussetzungen nach der dreieinhalbstündigen Fahrt ins Saarland keineswegs gut. Chris Johnson fehlte ganz wegen einer Adduktoren-Zerrung – im Schwelmer Lager hofft man, dass der Kanadier zum Heimspiel am kommenden Samstag gegen die erstarkten Weißenhorn Youngstars wieder mit von der Partie ist. Überdies gingen Mathias Perl, Max Kramer und Sebastian Schröter angeschlagen in die Begegnung.

Korbanlage defekt

Zu allem Überfluss waren die Trainingsbedingungen in diesem Jahr bisher schlecht. Da die Mannschaft dieses Jahr viermal in die Halle des Märkischen Gymnasiums ausweichen mussten, gab es viermal Training auf nur einen Korb. Eine der Anlagen war kaputt.

Und dieser Missstand machte sich in den Anfangsmomenten bemerkbar. Denn die Schwelmer wussten nicht wirklich ins Spiel zu kommen. Die Kombinationen beim Zug zum gegnerischen saßen nicht wirklich. Doch mehr und mehr fanden sich die Gäste ins Spiel. Allerdings hatte Max Kramer Wurfpech. Er wusste sich stets gut in Stellung zu bringen, kam zu guten Würfen, schließlich fehlten die berühmt-berüchtigten Millimeter, um den Ball in die Reuse zu bringen. „Das waren Situationen, da ist einfach nichts in die Körbe gefallen“, so Baskets-Trainer Thorsten Morzuch. Insgesamt machte Kramer eine starke Partie und war in wichtigen Momenten erfolgreich.

Besonders stellte Morzuch die defensive Leistung seiner Schützlinge zufrieden. „Unter 70 Punkte für den Gastgeber, das kann sich sehen lassen“, so Morzuch.

Ab Pause geht es richtig los

So richtig los legten die Schwelmer nach dem Seitenwechsel. Von außen wussten Leo Padberg und Till van von Guionneau gut zu treffen. Durchschnittlich agierte Jody Johnson. Eine sichere Bank war einmal mehr Sebastian Schröter, der eine prima Unterstützung von der Neu-Verpflichtung Max Messing erhielt. Dass er sich nicht nahtlos in die Schwelmer Spielzüge einführte, das war zu erwarten. Dennoch stimmte sein Einstand froh und zuversichtlich. „Er hat sich theoretisch prima vorbereitet und sich so gut ins Spiel eingebracht“, so Morzuch.

Ein dickes Plus für die Schwelmer war überdies die Ausgeglichenheit. Denn mit Max Kramer, Mathias Perl, Leo Padberg, Sebastian Schröter und Max Messing gab es gleich fünf Akteure, die zweistellig trafen. Dazu erzielte Jody Johnson neun Punkte.

Nur ein Problem hat Thorsten Morzuch mit dem „Neuen“. Ruft der Trainer „Max“, so regagieren sowohl Kramer als auch Messing. „Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen, dass meine Rufe eindeutig werden“, so Morzuch.