Nach nur gut 20 Minuten war Renjis „Matchplan“ Makulatur

Foto: Mustafa Balci

Ennepetal..  „Er-Er-Erkenschwick“, hallte es immer wieder über den Nebenplatz des Bremenstadions. Die Fans der SpVgg. waren immer wieder lautstark zu hören und bejubelten am Ende einen klaren 3:0 (1:0)-Erfolg über den TuS Ennepetal.

Dabei waren die Gastgeber gar nicht einmal deutlich schlechter als die Mannschaft vom traditionsreichen Stimberg. Am Ende haben Kleinigkeiten den Ausschlag und die Tatsache, dass der TuS bei den ersten beiden Treffern hilfreich zur Seite stand.

Der „Matchplan“ des TuS, die Vorgabe von Trainer Imre Renji lautete: „Möglichst lange die Null halten.“ 20 Minuten sind nun nicht wirklich lange. Denn hier passierte das erste Missgeschick. Weder Torwart Marvin Weusthoff noch Spielmacher Timo Erdmann schafften es am eigenen Strafraum eine Situation abschließend zu klären – und am Ende Erdmann einen zu kurzen Rückpass spielte, den sich Erlenschwicks Torjäger Stefan Oerterer schnappte und zu seinem Saisontreffer Nummer 20 nutzte. Oerterer war ansonsten bei Björn Sobotzki in guten Händen, der dem Mittelstürmer wenig Raum ließ und in Zweikämpfen meist unter Kontrolle hatte.

TuS drängt auf den Anschlusstreffer

Und auch nach der Pause halfen die Ennepetaler beim 0:2 wieder mit. Nach einem Eckball war das Leder an den langen Pfosten geknallt, Stephan Nachtigall stand da ziemlich allein gelassen und ließ sich zum Nachschuss nicht lange bitten.

Doch das war nun keineswegs die Entscheidung. Denn die Ennepetaler spielten – wie zuvor auch schon – munter mit und drängten auf den Anschlusstreffer.

Sicherlich auch begünstigt durch größere Freiräume, die ihnen die Erkenschwicker nun boten, kamen sie zwischen der 65. und 70. Minute zu wirklich guten Torchancen. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, skandierte der Gästeanhang noch, als nacheinander der frisch eingewechselte Leon Enzmann (nach Flanke des eifrigen Lukas Winczura), der gleichfalls eben ins Spiel gekommene Leon Enzmann (nach Zuspiel von Christian Hausmann) und Robin Gallus nach einem Freistoß vom Strafraumeck einen Treffer auf dem Fuß hatten.

Und auch Hausmanns Sololauf acht Minuten später wurde erst in allerletzter Sekunde gestoppt. Es war eben nicht der Tag des TuS, der durchaus schon in der Anfangsphase hätte in Führung gehen können, als ein Angriff ausgehend von Charles Atsina und Timo Erdmann für Verwirrung im Erkenschwicker Strafraum sorgte, der aber nur einen Eckstoß einbrachte.

„Richtig überzeugt haben wir nicht“, räumte Imre Renji hinterher ein und fügte hinzu: „Entscheidend war unser schwächeres Zweikampfverhalten und dass wir bei den zweiten Bällen nicht richtig da waren.“ So gelang es dem TuS diesmal nicht wie in den beiden Partien zuvor, einen Rückstand zu drehen. Renji hatte ja schon im Vorfeld prognostiziert, dass dies gegen einen Gegner vom Kaliber Erkenschwicks nicht so leicht werden würde. Er behielt Recht