Mit Rekordwurf hat sich Alina Pickshaus ein Problem aufgehalst
20.06.2007 | 09:12 Uhr 2007-06-20T09:12:28+0200Sie hat es geschafft - und sich damit ein Problem aufgehalst: Alina Pickshaus übertraf die magische 40-Meter-Marke mit dem Speer - und wie: Mit 42,46 m qualifizierte sie sich für die Deutschen Meisterschaften.
Die 16-jährige Ennepetalerin hatte sich zuletzt enorm gesteigert, gleich fünfmal einen neuen Kreisrekord aufgestellt. Und das nicht nur für die B-Jugend, auch für die Frauen.
Die 40 Meter waren längst fällig. "Nach den Trainingsvorstellungen waren sie einfach fällig", kommentierte denn auch Trainer Wulf-Dieter Scheer.
Am Dienstagabend beim 40. Werferabend in Oberaden unternahm Alina einen als vorerst letzten Versuch gedachten Vorstoß, nachdem sie erst am Sonntag mit 39,91 m Silber bei den Westfalenmeisterschaften geholt hatte. Anschließend sollte eine fällige Knieoperation folgen, um beim Wechsel auf die weiterführende Schule nach den Sommerferien fit zu sein.
In Oberaden herrschten ideale Bedingungen. Das Teilnehmerfeld von zehn Werferinnen ließ einen guten Zeittakt zu. Zudem herrschten angenehme Temperaturen und ein leichter Gegenwind, als die Speerwerferinnen im Römerbergstadion ab 19 Uhr antraten.
Diese Bedingungen nutzte Alina Pickshaus aus, um endlich den großen Wurf zu landen. Einmal über 40 m flog der Speer gleich noch ein ganzes Stück weiter. Bei 41 Meter lag die Qualifikationsnorm für die DM der weiblichen B-Jugend. Mit 42,46 m stellte Alina nachdrücklich unter Beweis, dass sie sich die Teilnahme verdient hat.
Fraglich nur, ob sie Anfang August in Ulm auch wirklich dabei sein wird. Schließlich war die Operation geplant. Jetzt muss in Gesprächen mit den Medizinern geklärt werden, ob der Eingriff vielleicht auch erst in den Herbstferien möglich ist. Eine DM-Teilnahme winkt schließlich nicht alle Tage.
"Die Entscheidung muss der Sportlerin überlassen bleiben", will Wulf-Dieter Scheer sich nicht einmischen. Er erwartet von Alina auch in der Zukunft noch einiges, gehört sie doch schließlich dem jüngeren B-Jugend-Jahrgang an. Im nächsten Jahr, so kann es sich Scheer vorstellen, könne die Schülerin auch an die 45m herankommen. Und damit wäre sie im Bereich der nationalen Spitze ihrer Altersklasse. Und natürlich wieder bei der DM dabei. Dann hoffentlich ohne Terminprobleme.
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