Mit geringem Budget bisher Fünfter

Kevin Wagner in Ampfing.
Kevin Wagner in Ampfing.
Foto: Privat

Ennepetal..  Es ist noch nicht ganz Halbzeit. Vier von zehn Rennen sind absolviert. Der Ennepetaler Kevin Wagner liegt in der Gesamtwertung der ADAC-Kartmasters in der X30-Juniorenklasse auf dem fünften Platz. Ein erstaunlich gutes Ergebnis, das das fahrerische Können des 14-Jährigen unter Beweis stellt. Denn der Ennepetaler ist mit kleinem Budget unterwegs.

Das hat sich beim jüngsten, dem zweiten Durchgang in Ampfing gezeigt, als Kevin Wagner 43 seiner bisher 50 erzielten Punkte einfahren konnte. Denn mit einem guten Start an diesem zweiten Renn-Wochenende – der erste Durchgang mit den ersten beiden Läufen gab es bereits in Hahn im Hunsrück – hatte der Ennepetaler die Rolle des Jägers übernommen.

In Schlagdistanz zur Spitze

So kam er im zweiten Ampfing-Rennen (also im insgesamt vierten lauf) in Schlagdistanz zum führenden Justin Häußermann (Forchtenberg), der nach dem Erreichen der Pole-Position die Rennen drei und vier beherrschte und gewann. Kevin Wagner schaffte schließlich im zweiten Rennen des Wochenendes den zweiten Platz. Dabei stach Wagner mit der schnellsten Runde im zweiten Ampfing-Rennen hervor. Beim ersten Start in Ampfingen sprang immerhin Rang drei heraus.

Dass er in den ersten beiden Läufen am ersten Renn-Wochenende in Hahn nicht so weit vorne landete, hatte seinen Grund darin „dass Kevin viel Pech hatte und in drei Unfälle verwickelt war“, so seine Mutter Martina, die den Sohn stets zusammen Vater Günter begleitet. Letzterer hilft seinem Filius überdies als Mechaniker. Das ist ein Indiz, dass Kevin Wagner mit kleinem Budget an der Kart-Meisterschaft teilnimmt. Im Vergleich zu vielen Konkurrenten gibt es für den Ennepetaler keinen Sponsor. das führt auch dazu, „dass Kevin ausgesprochen Material schonend fährt“, berichtet seine Mutter.

Das bedeutet Einschränkungen beim Training (Martina Wagner: „Meist nimmt er sogar ohne Training an den Rennen teil.“) sowie beim Einsatz der Materialien wie die Reifen. Beispielsweise sind nach einem Training auch ein Satz Reifen hinüber. Und das kostet richtig Geld.

Kurven zählen zu den Stärken

Doch Kevin Wagner steckt ob dieser Nachteile nicht auf. Er konzentriert sich auf das eigene Vermögen – vor allem in kurvenreichen Strecken sieht der Ennepetaler seine Vorteile. „Wir machen alles selbst und nehmen als No-Name an der Meisterschaft teil“, so Martina Wagner. Klar, es wäre schon schön, wenn sich ein Sponsor für Kevin Wagner finden würde. Daraus macht Mutter Martina keinen Hehl. „Könnte Kevin mehr trainieren, würde er sicher weiter vorne mitfahren“, ist sich Martina Wagner sicher. „Und wer weiß, welche Karriere ihn dann bevorstehen könnte.“