Miserable Bedingung beim Training

Am Sonntag an alter Wirkunsstätte: Aufbauspieler Mathias Perl. Schwelm gastiert dann bei den Licher BasketBären.
Am Sonntag an alter Wirkunsstätte: Aufbauspieler Mathias Perl. Schwelm gastiert dann bei den Licher BasketBären.
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm/Lich..  Auf gehts in den Endspurt der Hauptrunde der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Süd. Die EN Baskets Schwelm müssen ein Rest-Programm mit vier schweren Spielen absolvieren. Dabei geht es darum, die vier Punkte Vorsprung auf den neunten Platz zu bewahren – um die Playoff-Runde zu errreichen. Ein Sprung auf den vierten Platz, der Abstand beträgt zwei Zähler, ist ebenso möglich. Wäre attraktiv, denn die ersten Vier genießen im Playoff zunächst Heimrecht.

Doch bis dahin ist es noch ein mühseliger Weg, der bei den Licher BasketBären am Karnevals-Sonntag (17 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Halle, Kirchhofgasse 24) beginnt. Es folgen die Spiele gegen Würzburg, in Karlsruhe und gegen Speyer. Immerhin gab es im Hinspiel gegen Lich ein 79:71. Doch das ist lange her, es war der Saisonauftakt Anfang Oktober. Mittlerweile haben sich die Mannschaften entwickelt. Fraglich ist beim Vergleich von Lich und Schwelm, wer den besseren Weg genommen hat. Zuletzt machte Schwelm nicht gerade den besten Eindruck. Vor allem haderte Trainer Omar Rahim mit der Leistung in der Verteidigung. „Das war eine Katastrophe, was wir dort gespielt haben. Diese Leistung hat mich angewidert“, hatte Rahim nach der 80:95-Niederlage beim Gastspiel in Hanau geschimpft.

Von Guionneau und Lange fehlen

Ob er unter der Woche ordentlich daran arbeiten konnte? Wohl kaum! Denn das Personal war während der Trainingseinheiten ordentlich ausgedünnt. Zum Wochenstart fehlten gleich sieben Spieler. Dazu der Trainer. Eine Grippe oder ein Magen-Darm-Virus hatte die Kreisstädter befallen. Klar, dass der klägliche Rest nur noch ein eingeschränktes Training absolvieren konnte. Die Reihe der Kranken lichtete sich zwar relativ flott, doch Mitte der Woche waren es immer noch Kapitän Sebastian Schröter sowie Niklas Lange, Till von Guionneau, Mike Kramer und Mirko Krieger, die flach lagen oder aufgrund von Verletzungen beim Training fehlten. Am Sonntag fehlt erneut Till von Guionneau (Bluterguss im Knie), dazu wird Niklas Lange (Museklfaserriss) nicht mit von der Partie sein.

Schwerpunkt Abwehr-Arbeit

Dennoch, an der einen oder anderen Baustelle hat Omar Rahim so weit es ging gearbeitet, vor allem das Hauptaugenmerk auf die Abwehr-Arbeit gelegt. „Wir haben das Beste daraus gemacht“, so Rahim. Und: „Natürlich fahren wir nach Lich, um zu gewinnen.“

Die Hessen indes haben nach zwei Niederlagen in Folge – zuletzt eine unnötige gegen Tabellennachbar Langen – einiges gut zu machen. Dazu hat die Mannschaft um Trainer Steven Key sich im Winter verstärken können mit dem aus Australien stammenden Aufbauspieler Jarrod Kenny. Überdies stehen drei US-Amerikaner im Kader, die das Spiel der Hessen immer wieder nach vorne bringen. Neben Top-Scorer Jermale Jones sind es Elijah Allen und Andrae Nelson. Überdies rechnet Omar Rahim fest damit, dass Jonathan Malu auflaufen wird. Der Zwei-Meter-Mann besitzt eine Doppellizenz und läuft auch für den Bundesligisten Gießen auf.

Perl genießt großen Respekt

Besondere Aufmerksamkeit werden die Gastgeber dem Ex-Bären Mathias Perl zu Teil werden lassen. Der Aufbauspieler wechselte nach zwei Jahren in Hessen im Sommer nach Schwelm – und genießt in Lich immer noch großen Respekt. Immerhin kann er mit einer guten Statistik von im Schnitt 10,4 Punkte und 4,3 Assists bei einer 26-mibütigen Spielzeit aufwarten. Er ist damit hinter Baskets-Kapitän Schröter der zweiteffektivste Deutsche im Schwelmer Kader. Und gerade eine Hochform dieses Duo plus Johnson und Johnson aus USA und Kanada, können die Schwelmer fürs Unternehmen Sieg in Hessen gut gebrauchen.