Millisekunden fehlen zum Sieg

Kann es kaum fassen: Max Kramer
Kann es kaum fassen: Max Kramer
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm..  Unfassbares Entsetzen spiegelt sich in den Gesichtszügen wider. Doch nur nach wenigen Momenten hatte sich Omar Rahim gefasst, lächelte, marschierte in die Fanecke, hob beide Daumen hoch. Bei seiner Heimpremiere als Trainer hatten er und seine Mannschaft eine grandiose Leistung hingelegt. Der Schönheitsfehler: die EN Baskets Schwelm verloren das Derby der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Süd, nach Verlängerung mit 93:96 (43:37; 84:84) gegen den Spitzenreiter Iserlohn.

Rahim kann stolz auf seine Truppe sein, die mit den Kangaroos für einen so unterhaltsamen, spannenden und hochklassigen Basketball-Abend gesorgt hatten. Die Partie hatte alles, aber auch alles zu bieten. Vor allem die Leistungssteigerung der Kreisstädter imponierte, die eigentlich alle Zweifel ausgeräumt haben müssten, die Playoffs nicht zu erreichen. Denn Schwelm hielt gegen die Nummer eins der Liga stets mit.

Anfangs stotterte der Baskets-Motor noch, dann kam dieser aber immer besser in Schwung. Matthias Perl war es, der seine Farben immer wieder antrieb. Ein erster Ausgleich (13:13; 8.), eine erste Führung (15:13; 8.). Die Führung bauten die Gastgeber kontinuierlich aus. Auch dank einer energischer Verteidigung, die konsequent Iserlohn kaum zum Korb und kaum zu Distanzwürfen kommen ließ. Kapitän Schröter sorgten im zweiten Durchgang gleich mit vier Dreiern für einen weiteren Lauf.

Vorsprung mit 16 Punkten

Mitte des vierten Viertels gab es gar eine Führung mit 16 Punkten, als Leo Padberg per Dreier das 79:63 erzielte. Jetzt waren noch fünf Minuten und vier Sekunden zu spielen. Die Halle tobte. Ohnehin sorgten sowohl die Baskets- als auch die Iserlohner Noma-Fans für ein Tollhaus in der Halle West.

Doch dann schaltetet Schwelm einen Gang zurück, traf überdies nicht mehr so gut – und hatte Pech. Millisekunden vor der Schlusssirene war es Thomas Reuter, der per Dreier den 84:84-Ausgleich erzielte und somit die Verlängerung erzwang. Millisekunden waren in der Verlängerung zu spielen, als Yannick Opitz aus der Distanz in die Reuse traf und so für den 96:93-Sieg für den Spitzenreiter sorgten.