Michael Blume rettet Haspe mit Glanzparaden einen Punkt

Ennepe-Ruhr/Hagen..  Zuerst die gute Nachricht: Der abstiegsgefährdete Hasper SV hat unter Trainer Werner Boss das Verlieren verlernt. Eine Pflichtspielniederlage gab es noch nicht, seit der erfahrene Übungsleiter aus Wuppertal im Januar übernahm. Die schlechte Nachricht: Wenn der HSV in der Meisterschaft nicht bald das Gewinnen wieder entdeckt, wird es wohl nichts mit dem Klassenverbleib. Gestern gab es ein 0:0 beim mitbedrohten SV Herbede.

„Die erste Halbzeit haben wir verschlafen, in der zweiten konnte ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sah Boss auf dem Herbeder Kunstrasen eine Leistungssteigerung seiner Elf. Die besseren Chancen hatten allerdings die Hausherren – im ersten wie im zweiten Abschnitt. Sie wurden vereitelt vom besten Mann auf dem Platz. Immer, wenn die Herbeder Gefahr heraufbeschworen, hielt der mit Werner Boss im Winter gekommene Schlussmann Michael Blume gut. Wenn es ganz gefährlich wurde, parierte er großartig. Drei, vier Mal bewahrte er so seine Mannschaft vor einem Rückstand.

Im zweiten Abschnitt lieferten die Hasper, die Ugur Akbaba (fünfte Gelbe Karte) und Murat Sertkaya (krank) ersetzen mussten, den Hausherren eine offene Partie. Aber Herbedes Torwart Daniel Hamann, früher im Kasten des HSV, bekam nicht so viele Gelegenheiten sich auszuzeichnen wie sein Gegenüber. Nach gefälligem Spiel in die gegnerische Hälfte fehlte den Haspern entweder das nötige Durchsetzungsvermögen oder die Konsequenz im Abschluss. Ein Flachschuss aus der Drehung von Anas Chaoui, der in der 63. Minute knapp am rechten Pfosten vorbeistrich, war die beste Chance des Tabellenvorletzten. Die Vorarbeit hatte der unermüdliche Patrick Schoppen geleistet. Am Ende konnte sich der HSV über das Remis nicht beschweren. Auch wenn es kaum weiterhilft.