Machelett-Brüder gehen nach 16 Jahren sportlich getrennte Wege
11.08.2009 | 17:07 Uhr 2009-08-11T17:07:00+0200
Nach 16 Jahren gehen sie getrennte Wege: Die Faustball-Brüder Olaf und Jörg Machelett aus Ennepetal werden in der kommenden Saison in unterschiedlichen Vereinen antreten.
1992 bei MTV Milspe hat die Karriere der beiden Top-Spieler begonnen. Von dort aus ging es zum TSV Hagen 1860, mit dem der heute 23-jährige Olaf und sein 26 Jahre alte Bruder die Deutsche Meisterschaft in der A-Jugend holten. Nach einigen Jahren in der Verbandsliga folgte der Sprung zum TV Westfalia Hamm in die Bundesliga. Zuvor - noch mit Hagen - spielte Jörg Machelett 2002 um den Weltpokal. Der Wechsel wurde 2004 vollzogen. „Danach haben wir drei Jahre lang alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt”, so Olaf Machelett. Sechsmal Deutscher Meister (dreimal auf dem Feld und dreimal in der Halle), dazu zwei Europapokalsiege. Faustball-Herz, was willst Du mehr!
Doch ähnlich wie Jahre zuvor in Hagen, setzten in Hamm (zum Teil altersbedingte) Zerfallserscheinungen ein. Westfalia erlebte Ab- und wieder Aufstieg, die Verjüngung der Mannschaft brachte auch weitere Nachteile. Jörg Machelett: „Die Trainingsbeteiligung ließ zuletzt doch sehr zu wünschen übrig, da habe ich mich zu einer Rückkehr nach Hagen entschlossen.” Er verlässt damit seinen Bruder und seinen Vater Rainer, der als alter, bekannter Faustball-Hase und ehemaliger Deutscher Meister, jetzt Trainer in Hamm ist. Die beiden andern Macheletts sind zwar traurig ob des Weggangs von Jörg, doch sie aktzeptieren die Entscheidung.
Jörg Macheltt ist bisher nur für die Halle spielberechtigt, will mit Hagen in die zweite Bundesliga aufsteigen. Olaf, zuletzt noch in die Nationalmannschaft berufen, hat diesen Sprung in diesem Jahr nicht geschafft und will wieder angreifen. „Mir genügen die Auftritte in der Halle nicht, ich will auch auf dem Feld spielen und kann darauf nicht verzichten”, begründet er seinen Verbleib in Hamm.
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