Lippstadt gehört in höhere Liga

Wegen einer mandelentzündung kann Robin Hoffmann nicht spielen.
Wegen einer mandelentzündung kann Robin Hoffmann nicht spielen.
Foto: WP

Ennepetal..  Das war’s! Am Sonntag verabschiedet sich der TuS Ennepetal vom heimischen Publikum aus der dritten Saison in der Fußball-Oberliga – wobei noch zwei Zähler zum Erreichen der Bestmarke aus dem Vorjahr fehlen. Es ist das letzte Heimspiel, die vorletzte Begegnung der Saison. Und mit dem SV Lippstadt kommt eine Mannschaft, die vom Potenzial her durchaus ein Format für die Regionalliga hat.

Ganz klar, dass Ennepetal größten Respekt vor den Gästen hat. „Wir müssen uns noch mal richtig reinhängen, um keine Klatsche zu bekommen“, so TuS-Trainer Imre Renji. Zumal das Personal nicht vollständig ist. Den fraglich sind die Einsätze von Björn Sobotzki (Knöchel), Giovanni Federico (aus privaten Gründen) und Sebastian Krause (Mittelfuß). Auf keinen Fall stehen Robin Hoffmann (Mandelentzündung) und Yüksel Koca (privat verhindert) zur Verfügung. Das macht die ohnehin schwere Aufgabe nicht einfacher.

In allen Belangen überlegen

Bereits das Hinspiel hat gezeigt, dass Lippstadt den Ennepetalern in allen Belangen überlegen sein kann: kämpferisch, spielerisch, in der Einstellung. „Dort wurden unsere Grenzen deutlich aufgezeigt“, erinnert sich Renji an die 1:3-Niederlage im Hinspiel.

Dass Lippstadt nicht mehr in den Kampf um Meisterschaft und Regionalliga-Aufstieg eingreifen kann, ist in dem miesen Saisonstart begründet. Es dauerte sieben Spieltage, ehe am 28. September mit dem 2:0 gegen den VfB Hüls der erste Saisonsieg überhaupt eingefahren werden konnte. Zuvor setzte es vier der bisher insgesamt sechs Niederlagen, dazu zwei Remis.

So mies der Saisonstart auch war, so imponierend ist das, was Lippstadt zuletzt an Serie hingelegt hat. In diesem Kalenderjahr ist die Truppe um Trainer Daniel Farke noch unbesiegt. Man muss bis in den November 2014 schauen: Am 29. November musste Lippstadt die letzte Niederlage in dieser Saison (bisher) hinnehmen. Es war das 0:2 gegen Erkenschwick.

Variabel und gefährlich

Das Spiel der Lippstädter gilt als ausgesprochen variabel. Der Zug zum Tor ist mittig und über die Außen ausgesprochen gefährlich. Das gilt insbesondere für Lars Schröder, Marcel Ramsey und Ardian Jevric, die 36 der bisher 62 erzielten Treffer des SVL erzielt haben. Eine imponierende Bilanz.

Damit wird also klar, dass auf die Ennepetaler ein schweres, aber durchaus interessantes Spiel kommt – ehe der Verein Spieler, aber insbesondere alle Helfer als Dank für das geleistete Engagement in der ablaufenden Saison zum anschließenden Grillen bittet.