Linderhausen in Liga der Garant für „Torflut“

Trainer der SpVg Linderhausen: Torsten Schulze-Eyßing.
Trainer der SpVg Linderhausen: Torsten Schulze-Eyßing.
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm..  765 Tore sind an den bisher 21 Spieltagen in dieser Saison der Kreisliga A, Gruppe 2, von den Kickern erzielt worden. Den größten Anteil gab es in Partien, an denen die SpVg Linderhausen beteiligt war. Immerhin sind es derzeit 130 erzielte und kassierte Tore. Eine hohe Zahl, die dafür reicht, dass die Konkurrenz nicht nur noch an den grauenhaften Ascheplatz denkt, wenn sie über die Spielvereinigung sprechen.

Ascheplatz und „Torflut“ sind beides Dinge an denen Trainer Torsten Schulze-Eyßing gerne etwas ändern würde. Für den Platz trägt er keine Verantwortung, also will sich der routinierte Coach um die vielen Tore kümmern. „Es wäre ja schon ein Anfang, wenn wir die Gegentore in den Griff bekommen“, sagt Schulze-Eyßing, dessen Mannschaft bereits 62 Treffer hinnehmen musste. Nur drei Teams bekamen weniger Tore hinten eingeschenkt. An den Innenverteidigern Robin Gräfe und Niklas Schöneborn sowie dem Torwart Julian Marschner soll es nicht liegen, diese nimmt Schulze-Eyßing in Schutz. „Wir haben tolle Spieler in der Defensive, spielen aber Mannschaftstaktisch viel zu naiv und fangen uns und deshalb so viele Gegentreffer“, erklärt Schulze-Eyßing.

„Mannschaftstaktisch naiv“ könnte auf die Linderhausener Verhältnisse angewandt auch heißen, „wir spielen viel zu gerne zu offensiv“. Denn mit 68 Treffern spielen die Kreisstädter im Angriff auf Augenhöhe mit dem VfB Schwelm (69 Tore) und Tabellenführer BW Voerde (71 Tore). „Bei uns ist jedenfalls immer etwas los“, flachst Schulze-Eyßing, der die vielen Tore fast schon als Markenzeichen seiner Mannschaft sieht. Im Schnitt fallen mittlerweile 6,2 Tore (Ligaschnitt 4,6 Tore) pro Spiel mit SpVg-Beteiligung. Anfang Dezember stand dieser Schnitt noch bei knapp fünf Toren, es ist also noch Luft nach oben für die Schwelmer.

Dies sieht auch Torsten Schulze-Eyßing so, der beim Trainertipp für die kommende Begegnung eigentlich ein 2:1 für sein Team gegen RW Rüggeberg tippen wollte. „Rüggeberg ist gut, deswegen wird das ein knappes Ding“, stellte er seine Überlegungen an, um sich dann schnell selber zu verbessern, „aber ein 2:1 glaubt mir ja keiner. Das geht 4:2 für aus.“