Linderhausen erwartet Hiddinghausen
21.10.2011 | 16:00 Uhr 2011-10-21T16:00:00+0200
Schwelm/Sprockhövel.„Keine schlechte Truppe“, würde jemand sagen, der sich im Lokalfußball auskennt und die folgende Liste sieht:
Mit Andre Waßmann, Sinan Akbaba, Kamil Leks, Magnus Braam, Marc Rauterkus, Raphael Ostrowski, Adrijan Adamski, Erwin Wingert, Edi Güney und Julian Wantia tauchen hier Namen auf, die höchst wahrscheinlich in acht von zehn A-Liga-Mannschaften zur Stammformation gehören würden. Zusammen mit einem Torwart wäre das bereits eine starke Elf, mit der am kommenden Sonntag gespielt werden könnte. „Leider sind das unsere verletzten sowie kranke und fehlende Spieler“, erklärt Marc Dülm, Trainer des Hiddinghauser FV, dass keiner dieser Zehn am Wochenende zum Einsatz kommen wird.
Der HFV, von Saisonbeginn an ohne große Meisterschaftsambitionen ins Rennen gestartet, hat derzeit die Seuche und befindet sich vor einem der interessantesten Spieltage der Saison am Scheideweg. Der Spitzenreiter Breckerfeld trifft auf den Zweitplatzierten aus Silschede. Zudem begegnen sich mit Hiddinghausen und Linderhausen der Dritt- und Viertplatzierte der Liga. „Wenn wir gewinnen bedeutet das, dass wir, je nachdem wie Breckerfeld spielt, entweder Punkte auf die Spitze gut machen oder wieder an Silschede vorbei ziehen“, so Dülm. Bei einer Niederlage würde allerdings nicht nur Linderhausen am HFV vorbei ziehen können. Im schlimmsten Fall könnte Hiddinghausen je nach Tordifferenz punktgleich mit Wetter und Volmarstein am Ende des zehnten Spieltages auf einem der Plätze fünf bis sieben Landen.
„Es ist sicher vieles möglich zumal das Spiel in Linderhausen eins der schwersten Auswärtsspiel der Saison ist“, gesteht Dülm; auch wenn er anfügt, „die pfeifen ebenso personell aus dem letzten Loch.“ In dieser Spielzeit schnürte des Öfteren sogar SpVg-Trainer Marius Grüner für seine Mannschaft die Schuhe. Die Aufstellungen beider Kontrahenten sind daher sicherlich für einige Überraschungen gut. Das Spiel selber wird damit unberechenbar und nicht zuletzt durch die Platzverhältnisse gewiss von Kampf geprägt sein.
„Für uns zählt es in erster Linie ohne neue Verletzte aus dem Spiel rauszukommen“, ordnet Dülm seine Prioritäten auch wenn er zeitgleich gesteht etwas Zählbares mit aus Linderhausen mitnehmen zu wollen. „Es wartet mit dem Spiel in Wetter am nächsten Spieltag nur noch ein schwerer Gegner, dann haben wir sie alle durch“, sagt Dülm der aus beiden Paarungen zusammen mit vier Punkten zufrieden wäre. Danach sollen in Hiddinghausen die Wunden geleckt und die Lage sondiert werden. Immerhin auf zehn hochkarätige „Neuzugänge“ kann der HFV in naher Zukunft bauen.
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