Kupilas nutzt Gallus’ „Sahnepass“

Michael Kupilas (am Ball) traf gegen Rheine doppelt.
Michael Kupilas (am Ball) traf gegen Rheine doppelt.
Foto: Mustafa Balci

Ennepetal..  Es war eine Partie weitgehend auf Augenhöhe. Dass es am Ende einen knappen 3:2-Sieg des TuS Ennepetal gegen den FC Eintracht Rheine gab, lag an Kleinigkeiten. An der Kampfbereitschaft der Ennepetaler, an einem immer auf seine Chance lauernden Michael Kupilas und zahlreichen ansehnlichen Pässen, die die stark ersatzgeschwächten Ennepetaler zustande brachten. Insgesamt eine sehr ordentliche Partie.

Auch von Seiten der Gäste, die ihre besten Szenen nach der Pause hatten. Die waren übrigens mit ebenso kleinem Kader wie die von Verletzungen und Absagen aus persönlichen Gründen gebeutelten Ennepetaler angetreten. Doch das bewusst, denn einige Spieler war zur „Rettung“ der zweiten Mannschaft abgestellt worden.

Munteres Spiel mit vielen Chancen

Trotzdem, ergab sich ein munteres Spiel mit vielen Torchancen. Michael Kupilas wurde immer wieder gesucht – und einige Male auch von Florian Gerding und Robin Gallus gefunden. Doch erst nach mehreren vergeblichen Anläufen gelang ihm nach einem Querschläger im Rheiner Strafraum im Anschluss an eine von zahllosen Eckbällen des TuS der Führungstreffer. Hoch verdient zu diesem Zeitpunkt.

Doch auf ein zweites Tor spielten die Jungs von Trainer Imre Renji lange vergeblich. Statt dessen nutzten die Gäste eine ihrer wenigen Gelegenheiten im ersten Durchgang nicht einmal fünf Minuten nach der TuS-Führung zum durchaus schmeichelhaften Ausgleich.

Nach der Pause dann liefen die Ballstaffetten der Ennepetaler nicht mehr so geschmeidig wie in den ersten 45 Minuten, die Gäste fingen oft den Ball ab und wurden nun gefährlicher. Doch Michael Kupilas blieb weiter gefährlich und besorgte nach einer knappen Stunde auch den erneuten Führungstreffer nach einem „Sahnepass“ von Robin Gallus.

Schiedsrichter im Brennpunkt

Die Wogen schlugen hoch, als Schiedsrichter Christopher Schütter in der letzten halben Stunde zweimal auf den Elfmeterpunkt zeigte. Erst hatte er – wohl als einziger neben einigen Rheiner Fans im Bremenstadion – ein Foul von Björn Sobotzki im Strafraum gesehen, pfiff und zeigte dem TuS-Spieler die Ampelkarte. Dann entschied er bei einem ganz offensichtlich angeschossenen Handspiel auf der Torauslinie auf Strafstoß. Das nennt man wohl ausgleichende Gerechtigkeit ...

„Hausgemachter“ Platzverweis

„Mir wäre es lieber gewesen, es hätte beide Male keinen Elfmeter gegeben – und wir hätten die Partie mit elf Spielern zu Ende gebracht“, stellte Thomas Riedel, der Sportliche Leiter des TuS, hinterher fest. Allerdings war der Platzverweis für den TuS-Abwehrrecken auch ein wenig „hausgemacht“, denn er sah ja nicht Rot, sondern nur Gelb. hatte allerdings nur acht Minuten zuvor schon einmal eine Verwarnung kassiert. „Wir haben heute mal durchgehalten“, sah TuS-Coach Imre Renji die Partie positiv.