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Kunstrasen schützt nicht vor Eis und Schnee

19.02.2009 | 21:15 Uhr

Kunstrasen - gesperrt oder nicht gesperrt? Die Fußballvereine der Region, speziell der Stadt Ennepetal schwanken zwischen Verantwortung und Ehrgeiz, was ihre Sportler betrifft. ...

Dieser Platz ist wohl kaum bespielbar - auch, wenn Kunstrasen unter dem Schnee läge. (WR-Foto: joe)

... Und die Stadt Ennepetal (muss) mitmischen, da sie in einem einzigen Fall noch einen Sportplatz in Eigenregie verwaltet, während alle anderen Ennepetaler Clubs die Schlüsselgewalt für "ihren" Sportplatz haben. Im Ennepetaler Bremenstadion regiert der TuS Ennepetal. Der hatte seinen eigenen Kunstrasenplatz in Selbstverantwortung etwa eine Woche lang gesperrt. Bitter für den überregional spielenden TuS, der sich alllerhand einfallen lassen musste, um in Form für den Schlussspurt in der Landesliga zu bleiben. Gestern nachmittag gab es endlich Entwarnung. Der Platz ist wieder, wenn auch nicht perfekt, bespielbar. Bis auf ein paar Schneereste gab es keine Hinderungen für die Fußballer. "Wenn aber eine dicke Eisschicht unsere Fußballer gefährdet, sperren wir selbst, ist doch klar", sagen die Verantwortlichen vom TuS.

Im Dorma Sportpark liegt die Verantwortung zunächst beim Platzwart der Stadt Ennepetal, das ist in diesem Fall Karl Schnurbusch, der zur Zeit an den Vormittagen in der Dreifachsporthalle des Reichenbach-Gymnasiums Dienst hat und dann "dicht" macht, wenn es "schlecht aussieht".

Der SV Büttenberg hat am vergangenen Dienstag noch trainiert, dann aber festgestellt, dass "dicke Eisschollen das Bespielen des Platzes unmöglich machen", so Lothar Gerkowski, 1. Vorsitzender. Am Büttenberg bleibt der Platz auf Vereinsinitiative auch am heutigen Freitag noch gesperrt. Ob er dann für das Wochenende geöffnet wird, entscheidet sich heute. Dort sind neben Jugendspielen auch zwei Seniorenspiele (SVB II und Türk Gücü) geplant. Auch die Öffnung des Dorma-Sportparks heute oder/und am Wochenende ist noch unklar. Aber eine Absprache zwischen den Verantwortlichen wird immer schwieriger, da die Plätze offensichtlich nicht in ein und demselben Zustand sind.

Von Seiten der Firma Polytan, die die Kunstrasenplätze in Ennepetal gebaut hat, gibt es eine Aussage: "Unseren Plätzen kann -egal bei welcher Witterung- eigentlich nichts passieren, das ist ja der Vorteil der Kunstrasenplätze. Allerdings haben die Bespielbarkeit und die Verletzungsgefahr bei Schnee- und Eisverhältnissen nichts mit dem Sportplatz-Belag zu tun, so Lothar Schmidt von der Firma "Polytan" Soll heißen: Wenn auf einem Sportplatz Schnee liegt und dieser platt getrampelt wird, dann dauert das Abtauen später länger und die Gefahr von Eisschollen beim wieder Anfrieren ist größer, unabhängig vom Kunstrasenbelag. So gesehen wäre es das Beste, wenn der Platz direkt vom Schnee befreit würde. So läuft es auch im Profifußball, aber dort ist in Ennepetal (noch) niemand angekommen.

Von Achim Münch

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Kommentare
20.02.2009
13:46
Kunstrasen schützt nicht vor Eis und Schnee
von DerWeiseVonDerKlutert | #1

Das ist auch nur in Entenhausen möglich, das der Schildbürgerausschuss Schlüsselbundträger zu Herrschern über Kunstrasenhalme macht und deren WILLKÜR, das sportliche und gesellschaftliche (Über-)Leben eines ganzen Vereins gefährdet!!

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