Keine Antwort auf Alex Starrs „Alley-Oops”
31.01.2010 | 20:57 Uhr 2010-01-31T20:57:00+0100
Die Schwelmer Baskets behalten ihre weiße Heimweste. Mit 101:59 demontierten die Wilder-Jungs die Grevenbroich Elephants, die acht Spiele in Folge nicht verloren hatten. Daraufhin machte sich bei den Niederrheinern Ratlosigkleit breit.
Davids Bunts avancierte mit 24 Punkten zum Topscorer der Partie. Auf Seiten der Gäste wusste nur Brian Graves mit 22 Punkten zu überzeugen, der Rest seiner Mannschaft scorte nur im einstelligen Bereich.
Den besseren Start erwischten die Gäste. Doch die Baskets blieben dran und ließen die Grevenbroicher nach dem 9:10 (4.) nicht mehr in Führung gehen. Die gut vorbereiteten Gastgeber, auch taktisch sehr gut eingestellt, gaben den Ton an. Mit der Spielweise kamen die Elephants nicht zurecht.
Im zweiten Viertel setzten die Baskets sofort ein Ausrufezeichen. Mit einem schnellen 8:0-Lauf, darunter fünf Punkte von Kapitän Kristofer Speier, schockten sie die Gäste förmlich. Von da an lief nichts mehr zusammen. Als dann noch Alex Starr nach einem genialen Pass von David Bunts zu einem „Alley-Oop” ansetzte, begann Gästecoach Heimo Förster zu kochen. Immer wieder wetterte er gegen Entscheidungen der Schiedsrichter, wo für er im letzten Viertel ein technisches Foul kassierte. Sein Team zu motivieren oder anders einzustellen, wäre wohl angebrachter gewesen. Direkt nach dem Abpfiff suchte er wie von der Tarantel gestochen den Weg in die Kabine, ohne sich bei Wilder, den Schwelmer Spielern, den eigenen Fans und den Schiedsrichtern zum Shakehands sehen zu lassen. Sein Team ließ er wortwörtlich „im Regen stehen”. Fairness im Sport sieht anders aus.
Der Druck der Gäste verpuffte schnell
Zur Halbzeit führten die Baskets bereits mit 53:32. Nach der Pause und fünf Punkten in Folge verpuffte der Druck der Gäste, denn die Baskets konterten sofort mit einem 6:0-Run. Der Vorsprung wuchs auf mehr als 20 Punkte an. Die letzten vier Minuten gehörten den Baskets alleine. Ein 8:0 war die Ausbeute daraus.
Mit einer 72:42-Führung begannen die Kreisstädter das letzte Viertel. Dort kam es dann knüppeldick für die Gäste. Starr zeigte seinen zweiten „Alley-Oop”, und die Grevenboicher fanden darauf keine Antwort mehr. Es kam aber noch schlimmer. Die Baskets demontierten die Gäste und waren in allen Belangen haushoch überlegen. Mit einem 16:0-Lauf fegten sie den Gegner wahrlich aus der Halle.
Zwei Minuten vor dem Ende sah es noch nicht nach der dreistelligen Punktzahl aus. Doch Max Kramer avancierte zum sicheren Distanzschützen. Binnen einer Minute wurde er zweimal mustergültig freigespielt und traf jeweils von außen genau in die Reuse. Danach feierten die Baskets ausgiebig, während die Gäste, ohne Trainer, wie begossene Pudel den Weg in die Kabinen suchten.
INFO
Schwelmer Baskets - Grevenbroich Elephants 101:59
(29:18, 24:14, 19:10, 29:17)
Schwelmer Baskets: Julius Dücker (22), Achim Beiersmann (3), Max Dohmen (6/1 Dreier), Kristofer Speer (19/1), Niklas Cox, Max Kramer (6/2), David Bunts (24/6), Alexander Starr (11), Tom Doll (3/1).
Zuschauer: 300.
Raphael Wilder: „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir haben die Stärken der Gäste ausgeschaltet. Mein Team hat eine super Spielkultur an den Tag gelegt und eine tolle Teamleistung abgerufen.”
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